Bauen: Evangelische Kirchengemeinde feiert Außensanierung/Orgel, Innenbau und Heizung stehen noch aus

St. Andreas in neuem Gewand

TELTOW - Zu Gottesdienst und Gemeindefest lädt die evangelische Kirche Teltow am Sonntag, 28. September, anlässlich der Hüllensanierung ihrer Andreaskirche. Mit 995 000 Euro blieb man im gesteckten finanziellen Rahmen, zieht die Gemeindekirchenratsvorsitzende Jutta Klaffke Bilanz. Fassade, Fenster, Türen und der Dachstuhl wurden saniert, das Dach mit Tonbiber in Doppeldeckung neu eingedeckt.

270 000 Euro flossen für die Kirchensanierung aus Städtebaufördermitteln, 230 000 Euro kamen von der Landeskirche, 100 000 Euro vom Kirchenkreis Teltow-Zehlendorf und je 10 000 Euro stammen aus Lottomitteln und von der Denkmalbehörde. Insgesamt 40 000 Euro kamen über Spenden herein, den Rest trägt die Kirchengemeinde selbst.

Bereits 1996 begannen die Planungen für die aufwendige Sanierung der Kirche, deren Wiederaufbau nach dem vierten Kirchenbrand 1810 bis 1812 Karl Friedrich Schinkel maßgeblich prägte.

Sein dreifach gegliederter Turm war ein Schwerpunkt der Arbeiten. Frisch verputzt und mit Kupfertafeln eingedeckt wartet dieser nun auf zwei neue Bronzeglocken. Die unbrauchbar gewordenen Eisenhartgussglocken sind auf dem Hof des Gemeindehauses zu besichtigen. Das historische Gebälk des Turms ist saniert, ein neuer Glockenstuhl angeschafft. Auch die Uhr wird repariert, damit ihr Werk künftig mit dem neuen Glockenschlag im Einklang steht. Zum Ersten Advent nächsten Jahres, so hofft man in Teltow, wird das Geläute wieder vom Schinkelturm erschallen.

Die Stadt will die Gestaltung des Kirchplatzes fördern, berichtet Klaffke. Auf dem früheren Friedhof rund ums Gotteshaus wird neuer Rasen gesät. Ein Zaun soll den schmucken Rahmen liefern.

Im Inneren der Kirche warten nun Heizung, Schuke-Orgel und Innenausbau auf weitere Sanierung und Ersatz. Und es bleibt spannend, verspricht Klaffke. So konnten zu DDR-Zeiten übermalte Gestaltungen des berühmten Kirchenmalers August Oetken an verschiedenen Stellen frei gelegt werden. (Von Konstanze Wild)

Märkische Allgemeine vom 25. September 2008

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