Erster Abend in sanierter Kirche

Wolfgang Witt und Mario Manthei tragen eine Podesterhöhung hinein 
Wolfgang Witt und Mario Manthei tragen eine Podesterhöhung hinein.

Lichtenow (ufo) Am kommenden Sonnabend ab 17 Uhr wird die Veranstaltungsreihe "Lichtenow in der Kirche" fortgesetzt. Erstmalig können die Einwohner ihr Gotteshaus nach der weitgehend abgeschlossenen Sanierung wieder nutzen.

Nach den ersten Bauabschnitten mit Erneuerung von Dach und Turm war in den vergangenen Monaten vor allem innen viel passiert. So wurde die Elektrik komplett überholt. Heute sollen die letzten Leuchten montiert werden. Auch haben die Wände weitgehend ihren ursprünglichen Anstrich in Weiß und Rosé wieder erhalten. Dort, wo früher der Beichtstuhl stand, sind auf einer plakatgroßen Fläche Reste frühester Wandmalereien zu sehen. Zudem ist der hölzerne Fußboden um den Altar erneuert worden. Der Kirchenrat hat sich für naturfarbene Dielen entschieden. Passend dazu hat Wolfgang Witt vom Gemeindekirchenrat ein neues Podest gezimmert.

Noch im alten Zustand sind derzeit Empore und Gestühl. Die Bänke sollen im nächsten Jahr noch einmal herausgenommen werden, um die durch Nässe maroden Aufliegeflächen zu ersetzen. Zudem hofft Witt, dass Bankheizungen installiert werden können. Die Kabel sind bereits verlegt, doch für die Heizkörper werden noch Gelder benötigt. Der Kirchenrat hofft auf großzügige Spender, denn gebraucht werden mehrere tausend Euro. Zudem sollen auch die alten Balken ihren ursprünglichen Anstrich erhalten und Ornamenttafeln an der Empore vervollständigt werden.

Die Veranstaltung von Arbeitskreis Ortschronik und Kirchenrat am kommenden Sonnabend will den Gästen "Lichtenow und seine Kirche im Spiegel der Jahrhunderte" näher bringen. Gemeinsam mit Kita-Kindern wird zugleich ein Jahresrückblick präsentiert. Bei Glühwein soll der Abend auf dem Kirchhof ausklingen.

Märkische Oderzeitung vom 23. November 2008

   Zur Artikelübersicht