Vor dem Baubeginn bedarf es erst einmal eines Zukunftskonzeptes für das Großrössener Haus

Das Großrössener Gotteshaus wird von den Verantwortungsträgern in den nächsten Monaten die meiste Kraft abverlangen.

Von außen sieht man kaum, wie schlecht es um die Kirche wirklich bestellt ist 
Von außen sieht man kaum, wie schlecht es um die Kirche wirklich bestellt ist.

Großrössen. Das Großrössener Gotteshaus wird von den Verantwortungsträgern in den nächsten Monaten die meiste Kraft abverlangen. Pfarrer Andreas Bechler ist sich dieser Herausforderung ebenso bewusst wie Ortsvorsteher Peter Schumann und die beiden anderen Vertreter im Ortsbeirat. "Bevor es so richtig mit dem Bauen losgehen kann, muss endlich auch ein Konzept auf den Tisch, wie das Haus künftig genutzt und mit Leben gefüllt werden kann", macht sich Bechler selbst Druck. Er will vorrangig geklärt wissen, wo sich die Kirche zukünftig einordnen will und wie die Einwohner bei den anstehenden Aufgaben mithelfen wollen.

Lediglich 90 Gemeindeglieder zähle die Großrössener Kirchenakte derzeit, ist vom Pfarrer zu erfahren. "Sicher wird davon der eine oder andere mit einer Spende die Kasse auffüllen. Aber man muss es realistisch sehen. Aus eigener Kraft kann damit kaum der Eigenmittelbedarf gedeckt werden", so Bechler. Eine sechsstellige Summe hat der Architekt errechnet. Sie wird benötigt, um die wichtigsten Arbeiten auszuführen. Platz für Extravaganzen bleibt dabei nicht. Der Finanzrahmen ist eng gehalten. "Der Substanzerhalt steht im Vordergrund", betont Bechler. Erst wenn man diesen gesichert habe, könne man an weitere Schritte im Inneren der Kirche denken. "Das Engagement der Einwohner ist beachtlich. Das stimmt mich optimistisch für die Zukunft", sagt Bechler, der sich gut vorstellen kann, einen Freundeskreis "Freunde der Kirche" zu gründen, in dem sich verschiedene Kräfte bündeln ließen.

Einer der Ersten, der diesem beitreten wird, ist garantiert Ortsvorsteher Peter Schumann. "Die Bilanz des Bauzustands der Kirche, die der Architekt vorgelegt hat, ist erschütternd. Es besteht dringender Handlungsbedarf", drängt dieser immer wieder bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Lieber gestern als morgen mit den Arbeiten beginnen so lautet seine Devise, die er jeden wissen lässt. Sk

Lausitzer Rundschau vom 14. Januar 2009

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