Renovierung gesichert

Von Eva-Martina Weyer

Kirchenältester Michael Knöfel erhält vom Gartzer Bürgermeister Burkhard Fleischmann einen symbolischen Malerpinsel 
Vor dem Altar: Kirchenältester Michael Knöfel (3. v. r.) erhält vom Gartzer Bürgermeister Burkhard Fleischmann (2. v. l.) einen symbolischen Malerpinsel. Mit dem Spendengeld der Sparkasse Uckermark kann die Sanierung starten.

Hohenreinkendorf (MOZ) In die Kirche von Hohenreinkendorf ist ein lang ersehnter Geldsegen geflossen. Die Sparkasse Uckermark hat jetzt eine Spende von 1000 Euro übergeben und belohnt damit eine aktive Gemeinde. Mit dem Geld soll der Innenraum der Kirche renoviert werden.

Die Kirche Hohenreinkendorf ist ein frühgotischer Feldsteinbau aus dem 13. Jahrhundert. Die Ringmauern sind unverändert erhalten geblieben. Auch die Fenster haben noch die ursprüngliche Form. Die Kirchengemeinde setzt sich seit Jahren für die Renovierung der Kirche ein. Sie ist deshalb in einem guten baulichen Zustand und wird rege zu Gottesdiensten und Konzerten besucht.

Gemeindeglieder und viele andere Helfer haben seit Anfang der 90er Jahre unzählige Arbeiten zum Erhalt des Gotteshauses selbst durchgeführt. Das Dach und der Fußboden, Innendecke und Innenputz wurden erneuert. Altartisch und Gestühl sind ebenfalls neu.

Am 9. November 2008 feierte die Gemeinde das 40. Jubiläum der Wiedereinweihung. Dabei hatte der Gartzer Bürgermeister Burkhard Fleischmann versprochen, Gelder für die Innenrenovierung der Kirche zu werben. Dieses Versprechen hat Fleischmann nun gemeinsam mit Uwe Schmidt, Vorstandschef der Sparkasse Uckermark, eingelöst.

Uwe Schmidt überreichte an den Kirchenältesten und Ortsbürgermeister von Hohenreinkendorf, Michael Knöfel, einen Spendenscheck über 1000 Euro, Fleischmann einen symbolischen Malerpinsel. Denn das Geld soll zielgerichtet für den Farbanstrich der Innenwände eingesetzt werden. "Wir möchten damit besonders das Engagement der Bürger würdigen und freuen uns, mit diesen Mitteln einen weiteren Beitrag für die Gartzer Region zu leisten", sagte Uwe Schmidt bei der Übergabe.

Die Freude war groß. Deshalb hatten sich Gemeindeglieder und Vertreter des Gemeindekirchenrates das Ereignis der Scheckübergabe nicht entgehen lassen und führten Uwe Schmidt stolz durch ihre Kirche.

Michael Knöfel erläuterte: "Die 1000 Euro bilden einen guten Grundstock für die Innenrenovierung. Unsere Gemeinde plant aber, weitere Spenden einzuwerben, da die Kosten weitaus höher sind."

Vom Engagement der Gemeinde zeugt auch die seit 2004 aus einem "Schrotthaufen" instand gesetzte Turmuhr mit mechanischem Werk. Die Uhr muss einmal in der Woche aufgezogen werden. Der 85-jährige Erich Wegner erledigt diese Aufgabe trotz seines hohen Alters zuverlässig.

Die Uhr befindet sich in dem etwa 50 Meter hohen Turm, der 1896 neu angesetzt wurde. Von diesem Turm grüßt eine Wetterfahne weit ins Land. Sie stammt aus dem Jahr 1612.

Märkische Oderzeitung vom 19. Juni 2009

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