Solaranlage auf Dach der Michaelkirche

Spremberg Dass die Michaelkirchgemeinde mit der Solaranlage auf dem Kirchendach 7850 Kilogramm CO-Emission im Jahr vermeiden wird, war für Pfarrer Johan Jakob Werdin ein Grund für ein Sonnenenergiefest. Auch die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Spremberg, Christina Schönherr (parteilos), staunte am Donnerstagnachmittag über die 70 Quadratmeter große Fotovoltaikanlage.

 
Johann Jakob Werdin (3.v.l.) , Pfarrer der Michaelkirche, hatte am Donnerstag allen Grund zur Freude: Die Fotovoltaikanlage auf dem Kirchendach wurde feierlich eingeweiht.
Foto: Martina Arlt

Mit einer Leistung von 9,36 Kilowatt Peak werden Pfarrer Werdin zufolge 8500 bis 9000 Kilowattstunden Strom in das Netz eingespeist. Unterstützt worden war die Kirchengemeinde bei dem Vorhaben von der Azur Solar GmbH. Installiert hat die Anlage Franke Solar aus Schönewalde.

39 000 Euro wurden investiert, und dafür war lange gespart worden. "Es ist eben ein Energiehaus. Viel Lebensenergie hatten wir schon immer in unseren Räumen der Michaelkirche. Doch nun kommt auch noch Lichtenergie dazu. Zehn Prozent unseres Verkaufserlöses wollen wir für soziale Zwecke ausgeben, denn es ist einfach ein Geschenk durch Sonnenenergie", so Pfarrer Werdin.

Besonders geehrt wurde an diesem Tag Uwe Krätzschmar als Vorsitzender des Bauausschusses der evangelischen Michaelkirche. Die Idee für die Fotovoltaik anlage war bereits vor zehn Jahren entstanden, sagte Johann Jakob Werdin.

Die Arbeitsgemeinschaft "Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung" der Michaelkirchengemeinde und der Spremberger Regionalverband des Naturschutzbundes (Nabu) hatten im Vorjahr eine Energien-Debatte in der Kirche gestartet. Unter verschiedenen Gesichtspunkten und mit verschiedenen Gesprächspartnern war über eine Verbesserung des Wirkungsgrades herkömmlicher Energieerzeugung diskutiert, Vorurteile gegenüber neuen Energien aufs Tabet gebracht, Energiesparmodelle angesprochen und die Sicherung von Arbeitsplätzen nicht vergessen worden. Die Gesprächsrunde wurde von den Bürgern gut angenommen. Sie machte aber auch die Gemeinde fit fürs große Thema und das neue Kirchdach. ma/ani

Lausitzer Rundschau vom 17. Juli 2009

   Zur Artikelübersicht