99 000 Euro Fördermittel für das Projekt Kirchenstraße Elbe-Elster

Schlieben Das Projekt "Kirchenstraße Elbe-Elster" nimmt immer konkretere Züge an. In der vergangenen Woche ist bei der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Elbe-Elster ein Fördermittelbescheid in Höhe von 99 000 Euro aus der europäischen Leader-Förderung eingegangen.

"Wir werden uns noch in dieser Woche zusammensetzen und beraten, wie wir das Projekt jetzt konkret angehen", sagt Schliebens Amtsdirektorin Iris Schülzke. Der Verein Wald- und Heideland hatte das Projekt einst auf den Weg gebracht. Mittlerweile haben der Verein, der Wirtschaftsraum Schraden und der Landkreis die Leader-Arbeitsgruppe LAG Elbe-Elster gegründet, unter deren Federführung die Kirchenstraße entstehen soll.

66 Kirchen auf dem Territorium zwischen Schlieben, Hohenbucko, Schönewalde, Herzberg, Mühlberg, Uebigau-Wahrenbrück und Doberlug wollen sich daran beteiligen. Zahlreiche Pfarrer, wie Karl-Heinz Zahn, Volkmar Homa oder Michael Seifert, um nur einige zu nennen, engagieren sich für dieses Vorhaben. Ziel ist es, die Kirchen für den Tourismus zu öffnen. Die Fördermittel sollen unter anderem dazu genutzt werden, ehrenamtliche Kirchenführer auszubilden, die die Kirche vor Ort zeigen und erläutern sowie auf andere touristische Ziele der Region verweisen können. In dieses Projekt sollen möglichst viele junge Leute eingebunden werden. Die Kreisvolkshochschule bietet dafür eine Grundausbildung und eine höhere Ausbildung an. "Die Kirchenstraße ist ein sehr schönes Projekt, an dem wir lange gearbeitet haben. Die Kirchengemeinden sind extra deswegen Mitglied im Verein Wald- und Heideland geworden", sagt Iris Schülzke. Weitere Punkte sind die Ausschilderung der Gotteshäuser sowie die Erstellung eines Werbeflyers und eines Internetauftrittes.

Die Kirchenstraße Elbe-Elster soll an die "Mitteldeutsche Kirchenstraße" in Sachsen-Anhalt angebunden werden, zu der auch die Dorfkirchen im Raum Wittenberg/Jessen gehören. Zu den Nachbarn gibt es gute Verbindungen und mit ihnen eine gute Zusammenarbeit. "Von diesen Erfahrungen können wir in Elbe-Elster profitieren und sehen, was wir bei uns noch besser machen können. Wir werden viele Jahre für dieses Projekt brauchen. Aber mit gutem Willen, einem langen Atem und engagierten Leuten werden wir das schaffen", sagt Iris Schülzke. Ru

Lausitzer Rundschau vom 24. November 2009

   Zur Artikelübersicht