RESTAURIERUNG: Ohne Kirchturm kein Geläut

Große Freude beim Förderverein Siethener Dorfkirche über großzügige Spende

SIETHEN - "Jetzt sind wir einen großen Schritt weiter zur Sanierung unseres Kirchturms gekommen", freuten sich am Sonnabend Yvonne Wendtland, Vorsitzendes des Fördervereins Siethener Dorfkirche, und Gabriele Felgentreu, Vorsitzende des Gemeindekirchenrats, sowie Peter Dunkel, Gründungsmitglied des Vereins. Sie nahmen in der Kirche aus den Händen von Jeanette Wachenhausen, Betriebsleiterin und Prokuristin der Kristall-Saunatherme Ludwigsfelde, einen Scheck über 10 000 Euro entgegen.

"Ich habe von den Schwierigkeiten bei der Sanierung des Kirchturms erfahren und mit Heinz Steinhart, dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Kristall-Bäder AG, entschieden, diesen Betrag zu spenden", so Wachenhausen.

Für die musikalische Umrahmung der Scheckübergabe sorgten Sänger Piotr Czajkowski, seine Gesangsschülerin Jennifer Vilsmeier und am Akkorden sowie am Piano Krzysztof Rudowski. Es erklangen Weihnachtslieder aus der ganzen Welt. Bei den deutschen sangen die rund 100 Besucher kräftig mit. Besonders beim Lied "Süßer die Glocken nie klingen" kam ihr Einsatz von Herzen. Der Kirchturm ist so marode, dass von den Glocken im Turm, sie heißen Hermann (721 Kilogramm schwer), Gottfried (418 kg) und Werner (335 kg), nur die beiden kleineren geläutet werden können. Aber die beiden müssen verstummen, wenn der Turm nicht bald saniert und der tragende Balken erneuert wird. Aber auch die große Glocke soll wieder ertönen. "Dazu brauchen wir 201 000 Euro", informierten Yvonne Wendtland und Gabriele Felgentreu nach dem Konzert. "Mit der großzügigen Spende von der Therme sind jetzt 23 000 Euro zusammen gekommen", ergänzten sie. Nicht eingerechnet war die Kollekte der Konzert-Besucher.

Weitere 30 000 Euro steuert die Stadt Ludwigsfelde bei. Auch die Stiftung der Mittelbrandenburgischen Sparkasse unterstützt das Projekt. Der restliche Betrag, so hofft der Verein, wird durch Fördermittel vom Land und der Landeskirche ausgeglichen. Die Entscheidung darüber fällt im erst März 2010. Aber bei einem positiven Bescheid könnte bald danach mit den Arbeiten begonnen werden, war aus dem Förderverein zu hören.

Weitere Infos zu Förderverein, Turm und Spendenkonto: www.evangelische-kirchengemeinde-ahrensdorf.de (Von Heino Maß)

Märkische Allgemeine vom 21. Dezember 2009

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