FÖRDERUNG: König-Hinz-Performance gesichert

24 Projekte werden aus Mitteln der Sparkassenstiftung unterstützt

PRITZWALK - Die nächste König-Hinz-Performance ist seit gestern gesichert. Denn damit am 19. Juni das traditionsreiche Ereignis erneut stattfinden kann, fehlte noch die Zusage für eine finanzielle Förderung. Die hat der Kulturverein Stepenitztal nunmehr gestern erhalten. 4000 Euro übergab Landrat Hans Lange, hier in seiner Funktion als Kuratoriumsvorsitzender der Jugend- und Kulturstiftung der Sparkasse Prignitz, an Marlene Lüdcke vom Kulturverein, die prompt alle Anwesenden zum 19. Juni an das Königsgrab bei Seddin einlud.

23 weitere Projekte wurden bei der Veranstaltung in den Räumen der Sparkasse Prig- nitz in Prignitz ebenfalls mit Förderung bedacht; die Bescheide übergaben neben Lange die Kuratoriumsmitglieder Peter Hubatsch und Harald Pohle sowie Sparkassenvorstandsmitglied Elfi Gabriel, zugleich auch Vorsitzende des Stiftungsvorstandes. Sie freute sich über den Rang, den die 2001 errichtete Stiftung mittlerweile im Landkreis besitzt. Es werde eine nachhaltige Wirkung erzielt, die weit über einzelne Spenden hinausgehe. Grundlage hierfür ist das Stiftungsvermögen, das durch jährliche Zustiftungen der Sparkasse mittlerweile 2 600 000 Euro beträgt. Daraus werden in diesem Jahr 24 Projekte mit insgesamt 90 410 Euro gefördert.

Hans Lange dankte der Stiftung für ihr Engagement. Angesichts der Vielzahl von Kirchenprojekten meinte er: "Die Stiftung ist inzwischen eine feste Adresse für Kirchen. Es soll so sein aber nicht nur." Unter den Antragstellern habe er diesmal Sport- und Jugendinitiativen vermisst. Dass es für manche Initiative, etwa für die Lotte-Lehmann-Woche, schon mehrfach Förderung gegeben habe, liege daran, "dass hier jährlich ein neuer Inhalt dargestellt wird". Lange erläuterte, dass aus den Stiftungsmitteln eine Breite an Projekten gefördert werden solle und daher auch diesmal eine Maximalsumme von 6000 Euro pro Projekt nicht überschritten wurde. Und: "Wir legen hier sehr großen Wert auf ein eigenes Engagement der Antragsteller."

So wie es zum Beispiel die Kirchenältesten in Kemnitz an den Tag legen. Denn auch für sie gab es Fördermittel zur Restaurierung der Kirchenorgel. Im Mai soll es damit losgehen, und wie Margarete Huber erklärte, werden auch die Orgelpfeifen ausgewechselt. Alles in allem sollen dafür 11 500 Euro ausgegeben werden. 3500 davon steuert der Verein zur Restaurierung alter Dorfkirchen bei.

Die restlichen Gelder bringt die Kirchengemeinde über einen Bauzuschuss auf. Margarete Huber meinte, dass sogar noch etwas überbleibe, um die Pfarrscheune in Ordnung bringen zu können. Im kommenden Jahr sei dann der Altar der Kirche an der Reihe.

Freude auch bei anderen, etwa dem 33 Mitglieder starken Verein "Pro musica" aus Perleberg, der nun in diesem Jahr die Aufführung des Händeloratoriums "Der Messias" in Szene setzen kann. Bei der ältesten Prignitzer Fachwerkkirche in Grube konnte wiederum "die Stiftung nicht abseits stehen", wie Peter Hubatsch betonte, weil sich die Kommune für eine Gesamtsanierung entschieden habe.

Wer sich mit seinem Projekt für die nächste Ausschüttung von Stiftungsmitteln bewerben will, kann dies bis zum 30. September tun.

(Von Bernd Atzenroth)

Märkische Allgemeine vom 19. Januar 2010

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