Dorfkirchen werden weiter saniert

Fürstenwalde (MOZ) Fast jedes Dorf in Brandenburg besitzt eine eigene Kirche. Insgesamt sind es etwa 1400. Allein der evangelische Kirchenkreis Fürstenwalde-Strausberg hat 79 Gotteshäuser, einen Dom und 23 Pfarrhäuser. Im 13. Jahrhundert errichteten Siedler mächtige Feldsteinbauten. Später kam Backstein als Baumaterial hinzu. Diesen Reichtum wollen Kirchen, der Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg, Stiftungen und Fördervereine bewahren.

Von Hans-Georg Wackwitz

Auch 2010 stehen die Gemeinden des evangelischen Kirchenkreises Fürstenwalde-Strausberg ( ihm gehören 29 Kirchengemeinden mit 23 000 Mitgliedern an) vor großen Aufgaben auf dem Gebiet der Bautätigkeit, so Petra Kobalz, die Baubeauftragte. Allein die Gemeinde Steinhöfel hat in ihrem Umfeld 12 Kirchen. Beim Gotteshaus von Buchholz wird 2010 der Turm saniert, der Altar in Beerfelde von 1713 wird weiter saniert, der Sakralbau in Neuendorf im Sande bekommt eine neue Farbfassung im Kirchenschiff, und in Steinhöfel werden Reparaturarbeiten zur Sicherung am Dach und Dachtragwerk durchgeführt. In Tempelberg beginnen als bald die Arbeiten gegen die Rissbildung zwischen Patronatsloge und Kirchenschiff, skizziert Petra Kobalz die Aufgaben für 2010.

Ohne Bürgerinitiative und ohne das große Engagement von Stiftungen hätten viele Sakralbauten ein anderes Gesicht. 20 000 Euro sammelten beispielsweise die 19 Mitglieder des Förderkreises Kirche Tempelberg, um das 1244 errichtete Gotteshaus wieder instand zu setzen. Bereits im Dezember des Vorjahres wurde mit den Sondierungsarbeiten begonnen, wie Kerstin Hellmich, die Vereinsvorsitzende, berichtet.Auch die Stiftung der Sparkasse Oder-Spree und die Ostdeutsche Sparkassenstiftung erbringen nicht unerhebliche Beiträge.

Wie Holger Swazinna, Pressesprecher der Sparkasse Oder-Spree, erklärt, ist die Spendentätigkeit der Stiftung des Geldinstitutes Ausdruck der festen Verwurzelung des Unternehmens mit der Region. So gab es 2004 eine Gemeinschaftsspende von mehreren tausend Euro von der Sparkasse Oder-Spree und der Ostdeutschen Sparkassenstiftung für Sanierungsarbeiten an der Feldsteinkirche in Sieversdorf. Ein Jahr später gab es innerhalb der Aktion 1 plus 1 über 75 000 Euro von der Sparkasse Oder-Spree und von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung für die Domorgel im Dom zu Fürstenwalde. Bemerkenswert dabei auch das Engagement der Bürger des Stadt, die ebenfalls 75 000 Euro spendeten. Spenden für die Bilderbibel in Frankfurt (Oder) und für die Restaurierung der aus Russland zurückgekehrten Fenster ergaben die stolze Summe von fast 300 000 Euro.

Wie Swazinna weiter informiert, spendete die Sparkasse Oder-Spree 2009 über 3000 Euro für die Sanierung des evangelischen Gotteshauses in Grünheide. Ebenfalls 2009 erhielt die katholische Kirche in Erkner eine Spende von 2500 Euro. Für die Restaurierung des unter Denkmalschutz stehenden Altars erhielt ebenfalls im Vorjahr das Gotteshaus in Beerfelde eine Spende der Stiftung der Sparkasse Oder-Spree in Höhe von 5000 Euro. Die Restaurierung kostet für den Altar etwa 30 000 Euro, die gemeinsam mit der Spende von der Bürgern selbst aufgebracht wurden.

Märkische Oderzeitung vom 21. Januar 2010

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