BAUEN: Ostern unterm neuen Dach

Rheinsberger Kirche soll bis Ende der Woche neu gedeckt sein

RHEINSBERG - Noch hat das Dach der Rheinsberger Laurentiuskirche Löcher bis Ostern sollen die verschwunden sein. "Wir sind froh, dass die Eindeckung der Hauptdachfläche bis Ostern geklappt hat", sagte Pfarrer Lothar Wittkopf gestern. Denn die Arbeiten hatten schon im Oktober begonnen der lange Winter hatte der Gemeinde dann aber einen Strich durch den Zeitplan gemacht. Die Arbeiter mussten einige beschädigte Balken des Dachstuhls austauschen und überall neue Dachlatten anbringen, das ging bei Schnee nicht. Dabei sind die Arbeiten am Dach nur ein Teil der Hüllensanierung der Laurentiuskirche. Nach Ostern ist die Fassade an der Reihe. Dort müssen Risse im Mauerwerk geschlossen und Putzschäden beseitigt werden.

Die Sanierung kostet insgesamt rund 200 000 Euro. Etwa 30 000 Euro davon kommen von der Kirchengemeinde, etwa 40 000 gibt die Stadt dazu. Das Land beteiligt sich mit rund 65 000 Euro, die Landeskirche mit 40 000 Euro, der Kirchenkreis investiert 27 500 Euro, die Stiftung Denkmalschutz noch mal 5000. Lothar Wittkopf ist glücklich, dass dieses finanzielle Puzzle gelungen ist. "Jetzt haben wir am Dach 30 bis 40 Jahre Ruhe, sagen die Bauleute." Trotzdem bleibt an der Laurentiuskirche noch genug zu tun, denn auch der Innenraum müsste eigentlich komplett saniert werden. An den Säulen bröckelt der Putz und auch der Hochaltar bräuchte dringend eine Restaurierung. Lothar Wittkopf ist klar, dass es schwierig werden wird, in den nächsten Jahren noch einmal Geld für die Rheinsberger Kirche zu bekommen. "Wünschenswert" nennt er eine Innenraumsanierung aber dennoch.

Erst einmal hat sich die Gemeinde jedoch ein neues Lesepult und einen neuen Altartisch geleistet. Beide stehen am Mittelbogen und werden während der Gottesdienste benutzt vom Hochaltar aus wäre der Pfarrer im Kirchenschiff schwer zu verstehen. Sie haben zusammen rund 3800 Euro gekostet und wurden aus Spenden finanziert. Bei Gottesdiensten, Beerdigungen und Hochzeiten hatte die Gemeinde dafür gesammelt. Ohne einige große Spenden zu solchen Anlässen wäre es nicht möglich gewesen, sie anzuschaffen, sagte Wittkopf. Lesepult und Altartisch wurden extra für die Rheinsberger Kirche angefertigt natürlich in der Stadt, wie Lothar Wittkopf betont. Das Design stammt von der Innenarchitektin Ute Fritzsch, gebaut hat sie die Tischlerei Kreß. Zwar gab es auch bisher schon einen solchen Voraltar bisher schon der gefiel Pfarrer und Gemeinde aber nicht. "Das war ein Kantinentisch mit einer Decke", so Wittkopf. Während des Ostergottesdienstes sollen Lesepult und Voraltar nun erstmals benutzt werden. (Von Carsten Schäfer)

Märkische Allgemeine vom 30. März 2010

   Zur Artikelübersicht