KIRCHE: Gotteshäuser mit offenen Türen

Förderkreis bietet aktuellen Wegweiser an / Prignitz und Ruppiner Land stark vertreten

 
Richard Heik schließt in Sieversdorf die Kirche auf.
Foto: Hörmann

PERLEBERG/KYRITZ - Zum 11. Mal ist jetzt die großformatige, reich mit Farbfotos bebilderte, 120 Seiten umfassende Broschüre "Offene Kirchen 2010 Brandenburgische Kirchen laden ein" erschienen. Herausgegeben hat das Heft der Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg, der sein 20-jähriges Bestehen feiert.

Das Jahresheft würde das wachsende Interesse an den brandenburgischen Dorfkirchen dokumentieren, schreibt Professor Ernst Badstübner im Vorwort. Der Erfolg spiegele sich in den wachsenden Mitgliederzahlen des Förderkreises Alte Kirchen sowie in dem regen Besuch der Veranstaltungen des Vereins wider. Die Bereitschaft der Gemeinden, ihre Kirchen zu öffnen fast 900 sind es in diesem Jahr bestätige die Wichtigkeit dieser Initiative. Der nun vorliegende Wegweiser ist eine Mischung aus Beiträgen zu Geschichte, Kunstgeschichte und Denkmalpflege brandenburgischer Kirchen geschrieben von Fachleuten, jedoch auch für den interessierten Laien verständlich. Heute sind für viele Menschen biblische Figuren, christliche Symbole und damit auch christliche Kunst nicht mehr ohne weiteres lesbar. Die Architektur der Kirchengebäude und die Funktion ihrer Ausstattung lässt sich nur mit Kenntnissen der Regional-, Kunst- und Glaubensgeschichte verstehen. Vor allem soll das Heft dazu anregen, sich ins Auto oder aufs Fahrrad zu setzen und selbst zu entdecken, welcher Reichtum an Kultur und Geschichte sich hinter den auf den ersten Blick oftmals bescheidenen Kirchenmauern verbirgt.

info Das Heft kostet 4,50 Euro und kann direkt beim Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg, 030/4 49 30 51, E-Mail: altekirchen@aol.com, bestellt werden. (Von Wolfram Hennies)

Märkische Allgemeine vom 12. April 2010

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