BAUEN: Neue Ideen für Prützker Kirche

Mehr Platz für Veranstaltungen

PRÜTZKE - Von außen strahlt die Kirche in Prützke schon länger in neuem Glanz. Im Innenraum ist hingegen noch viel Arbeit nötig, um sie wieder zu einem Schmuckstück werden zu lassen. Bei einer Kirchenbegehung erklärten Pfarrer Anselm Babin und Erich Andert, der Baubeauftragte der Kirchengemeinde, einem Vertreter des kirchlichen Bauamtes ihre Pläne für die Neugestaltung der Kirche.

Vor allem das Kirchengestühl und der Fußboden sollen im ersten Bauabschnitt verändert werden. Die große Zahl an Bankreihen zeugt wohl von einem guten Kirchenbesuch in früheren Jahren, zurzeit sind in Prützke aber gerade noch 30 Einwohner eingetragene Christen. "Bei Gottesdiensten kann ich die Kirchgänger an zwei Händen abzählen", bedauert Babin.

Trotzdem lässt die Kirchengemeinde Netzen, zu der auch Grebs und Nahmitz zählen, nichts unversucht, um die Prützker Kirche mit neuem Leben zu füllen. "Wir denken zum Beispiel an Konzerte und Lesungen, die in diesem Kirchenraum stattfinden könnten", schaut der Pfarrer in die Zukunft. Erich Andert ist selbst Mitglied im Kirchenchor seiner Gemeinde und hat sich schon länger daran gestört, dass der Platz vor dem Altar durch die Bankreihen so eingeschränkt ist. Deshalb steht die Idee im Raum, die vorderen Kirchenbänke bis zur Empore zu entfernen und einen neuen Fußboden zu legen. Die neu geschaffene freie Fläche soll dann ausreichend Platz für verschiedene Veranstaltungen bieten.

Bei normalen Gottesdiensten soll der freie Raum mit Stühlen bestückt werden, so dass die Gemeindemitglieder nicht zu weit entfernt vom Altar sitzen. Wenn die Denkmalpflege dem Vorhaben zustimmt, sollen die Bauarbeiten noch in diesem Sommer beginnen.

Der finanzielle Aufwand wird in erster Linie von der Gemeinde getragen, dennoch sind Spenden immer willkommen. Vor allem weil die Restaurierung des Innenraums noch weitergehen soll. "Hier muss auch neue Farbe an die Wände und die Decke", stellt Andert fest. Und auch die Orgel hat schon bessere Zeiten gesehen. Jetzt wäre die Kirchengemeinde aber erst einmal froh, wenn die Denkmalpflege den Startschuss für das erste Umbauvorhaben gibt. (cl)

Märkische Allgemeine vom 30. April 2010

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