Sanierung: Die Gerüste sind gefallen

Arbeiten an der Kreuzkirche beendet / Dankgottesdienst in Neustadt

NEUSTADT - Das Dach ist dicht, die Gerüste sind gefallen. In der Neustädter Kreuzkirche wurde gestern deren umfassende, erfolgreiche Sanierung mit einem Dankgottesdienst gefeiert. Zur festlichen Gestaltung beigetragen haben der Neustädter Kirchenchor, der Posaunenchor mit Bläsern aus Wusterhausen, Sieversdorf und Neustadt sowie der Chor der Kita Spiegelberg.

Zu Beginn des Gottesdienstes verlas Christian Kirsch ein Grußwort des Superintendenten Joachim Harder, der im Urlaub weilt. Das Neustädter Beispiel zeige, dass man auch in finanziell schwachen Zeiten ein umfangreiches Werk vollenden könne im Vertrauen auf Gott, heißt es darin.

Pfarrerin Michaela Fröhling war voll des Lobes für alle, die die Sanierung mit viel Engagement unterstützten, "durch Geld, hohen persönlichen Einsatz und viel private Zeit." So hätte die Kirchengemeinde mit Hilfe von Köritz und Kampehl 26 700 Euro Eigenanteil aufgebracht. Für 16 000 Euro sorgte der Förderverein Kreuzkirche durch Spendenaktionen. Dem Vereinsvorsitzenden Edmund

Bublitz galt ein besonderer Dank. Pfarrerin Fröhling: "Als er sich an die Spitze des Fördervereins stellte, wussten wir, dass wir es schaffen können." Fünf Jahre dauerte die Planung der Arbeiten am stadtprägenden Gebäude, drei Jahre die Sanierung. In der ersten Bauphase wurden 88 000 Euro verbaut, in der zweiten 164 000 Euro und in der dritten 255 000 Euro. Das wäre nur wenig mehr gewesen als geplant, so Michaela Fröhling. Also hätte man gut gerechnet, und vor bösen Überraschungen sei man zum Glück auch verschont geblieben. Fast jede Baubesprechung begann mit einer kleinen Andacht. Pfarrerin Fröhling: "Das war ein klares Zeichen dafür, dass wir uns auf die Kraft Gottes verlassen."

Als die Gäste des Dankgottesdienstes gestern die Kreuzkirche verließen, wurden sie vom Neustädter Fanfarenzug empfangen. Mit einem bunten Programm, rund um die Kirche, wurde weiter gefeiert. Auch die Feuerwehr war da und präsentierte ihren neuen Hubretter. Mit dessen Hilfe konnten Mutige hochoben das neue Kirchendach mit dem spanischen Schiefer bewundern. In einer Multimedia-Show erinnerte der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates Siegbert Weiß an die einzelnen Sanierungsphasen der 1686 erbauten Kreuzkirche. (Von Renate Zunke)

Märkische Allgemeine vom 03. Mai 2010

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