KIRCHE: Endlich fertig

Sanierung des Gotteshauses in Nackel dauerte mehr als zehn Jahre

NACKEL - Es riecht nach Farben. Und obwohl Fred Granzow immer mal wieder Tür und Fenster der Nackeler Kirche länger als gewöhnlich üblich offen hält, lässt sich der Geruch der Frische nicht vertreiben. Jetzt ist man endlich fertig mit dem Sanieren. Was 1999 mit den Dacharbeiten begonnen hatte, endete dieser Tage im Inneren. Zwei prachtvolle Leuchter spenden Licht. Es fällt auf die braun-weiß gestrichenen Kirchenbänke und auf die kleine Orgel, eine Spende von "Prof. Dr. S. Schneider, Bonn", wie ein Schildchen verkündet. Alles ist sauber, bereit für den nächsten Gottesdienst.

Dabei ist der Höhepunkt des Jahres im Leben der Kirchengemeinde noch etwas länger hin. Am 30. Mai finden die goldene und die diamantene Konfirmation statt. Dann kommen frühere Nackeler aus nah und fern. "Etwa 20 werden es noch sein, die vor 60 Jahren konfirmiert wurden", schätzt Fred Granzow. Er selber gehört auch dazu.

Der 74-Jährige ist einer der vier Kirchenältesten in Nackel. Hannelore Gottschalk, Christa Hohenberg und Edelgard Rohst bilden mit ihm das Quartett, das sich mit Pastorin Gisela Kraft aus Segeletz darum kümmert, dass die Gemeinschaft der Christen im Dorf erhalten bleibt. Mit der Sanierung der Kirche haben alle etwas Großes geleistet, wobei Fred Granzow nicht vergisst, die Spender zu erwähnen. So kamen allein von Fedor Roloff, einem Nacherben des Gutshauses, deren Bewohner einst einen separaten Eingang zur Kirche hatten, 35 000 Euro. Die Kirchengemeinde selbst hat ebenfalls Geld gesammelt, zuerst in D-Mark, dann in der Euro-Währung.

Davon wird Ende des Monats mit Sicherheit die Rede sein. Nackel kann seinen Zugereisten dann zeigen, dass sich was machen lässt mit Fleiß und wenn man einen langen Atem hat. (Von Wolfgang Hörmann)

Märkische Allgemeine vom 06. Mai 2010

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