Bronkower Kirche braucht Hilfe

Bronkow "Wir haben hier in Bronkow eine lebendige Kirchengemeinde. Doch für die Sanierung des Kirchturms und des Kirchenschiffs fehlt das Geld", sagt Pfarrerin Kathrin Schubert.

 
Unter dem Taufengel in der Bronkower Kirche: die Christenlehrekinder und die Konfirmanden des nächsten Jahres mit Pfarrerin Kathrin Schubert (hinten links) , Katechetin Annett Berger (2. v. r.) sowie Richard Paulenz (3. v. r.) und Wilfried Karras (r.) vom Gemeindekirchenrat.
Foto: Hoberg
Die Postkarte mit Motiven der Bronkower Dorfkirche wird zu Unterstützung der Sanierungsarbeiten verkauft.
Foto: Michaelis

Regelmäßig kommen Mädchen und Jungen zur Christenlehre und zum Konfirmandenunterricht. Philipp Walter, Vincenta und Max Kurth, Theresa Richter, Anna Lehmann und Alexandra Dix gehören zu ihnen. Pfingsten findet eine Konfirmation statt, zwei Taufen gibt es in diesem Jahr und gut besuchte Familiengottesdienste.

»Seit 2003/04 haben wir immer wieder Fördergeldanträge gestellt, doch sie wurden bisher alle abgelehnt«, berichtet die Pfarrerin. Das Bauprojekt sei fertig, die Genehmigungen liegen vor - nur das Geld fehle. Obwohl die Denkmalpflege die Sanierung fordere, seien andere Vorhaben »wohl wichtiger«.

Mit dem Turm soll nun doch in diesem Jahr begonnen werden. »84 000 Euro sind aus kirchlichen Mitteln, vom Kirchenkreis und der Landeskirche, zugesagt«, erklärt Kathrin Schubert. Doch für die Sanierung des Kirchenschiffs gibt es noch keine Gelder. Die Kirchengemeinde wollte beide Vorhaben in einem umsetzen, nun muss es zwei Bauabschnitte geben. »Wir werden auch wieder einen Antrag auf Fördergelder stellen«, betont die Pfarrerin.

Doch die Bronkower wollen nicht untätig warten. »Wir starten jetzt eine Spendenaktion«, sagt Wilfried Karras vom Gemeindekirchenrat. Die Mädchen und Jungen werden eine Spendenbüchse bauen, um Besucher der Kirche um Unterstützung zu bitten. »Wer möchte, kann sich dann auch ins Gästebuch eintragen«, ergänzt Wilfried Karras. Die Bronkower wollen auf breiter Front für ihre Kirche werben. Eine Postkarte gibt es bereits, die für einen Euro erworben werden kann. Im Juli zum Baubeginn soll es eine Auftaktveranstaltung geben, zu der Förderer und Freunde der Bronkower Kirche eingeladen werden. Auch bei den Führungen, die Wilfried Karras und Kathrin Schubert durchführen, wollen sie auf die Probleme der Dorfkirche aufmerksam machen. »Wir wollen viele mit ins Boot holen und hoffen auf die Unterstützung von allen Seiten«, sagt er. Auch die Kommune Bronkow gehöre dazu.

Lausitzer Rundschau vom 28. Mai 2010

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