Sanieren mit Gott-Vertrauen

Vehlefanz (go) "Die letzte große Sanierung" an der Vehlefanzer Kirche liegt schon einige Zeit zurück nämlich 262 Jahre.

 
Pfarrer Thomas Köhler gewährt einen Blick unters Dach.

Die jetzt begonnenen Arbeiten können da zwar nicht ganz mithalten, ist sich Pfarrer Thomas Köhler sicher. Doch immerhin sollen 1,1 Millionen Euro in das Gotteshaus fließen.

Verteilt wird das Budget über acht Jahre. In diesem und im kommenden Jahr sind zunächst das Dach und der Dachstuhl an der Reihe. Jeder einzelne Balken wird untersucht. Auf dem Dach zeigt Köhler, warum das notwendig ist. Das Holz ist teilweise porös, zerbröckelt, wenn man es in die Hand nimmt. Was noch gut ist, bleibt drauf, der Rest wird durch Kiefernholzbalken ausgetauscht. Die sind allerdings nicht so hart wie die ursprünglichen Eichenbalken, die 1738 verwendet wurden, erklärt Köhler.

140 000 Euro beträgt das Budget in diesem Jahr. Davon sollen auch die neuen Dachziegel gekauft werden.

Wenn das Dach fertig ist, geht es an die Außenfassade, erst zum Schluss ins Innere. Dort müssen unter anderem die Bänke saniert werden. Auch dort hat die Denkmalschutzbehörde mitzureden.

Für die Arbeiten konnten Mittel vom Staats-Kirchen-Vertrag akquiriert werden. Diese Fördermittel seien ein Türöffner gewesen, so der Pfarrer. Nun fließe auch Geld von der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler (Kiba), von der Landeskirche, der Kommune, dem Kirchenkreis und natürlich von der Kirchengemeinde. Bewilligt werden die Gelder allerdings nur von Jahr zu Jahr. "Wir bauen gut kirchlich im Vertrauen" auf Gott , so Köhler dazu.

Die-Mark-Online vom 22. Juli 2010

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