Papitzer Kirche wird vor dem Verfall gerettet

Papitz Am Papitzer Gotteshaus wird gebaut. Das Dach wurde bereits im vergangenen Jahr erneuert, jetzt werden mit Hilfe von Fördermitteln die Fassaden des Kircheschiffs und des Anbaus saniert.

   
Der Patronatsanbau ist eingerüstet. Die Außenhülle der Papitzer Kirche wird saniert.
Fotos: Nocon
Verborgener Schatz: Rüdiger Grohmann (links) und Architekt Klaas Fiedler begutachten ein Teil einer versteckten, bemalten Holzdecke.

»Die Sanierung war dringend erforderlich«, sagt Rüdiger Grohmann, der stellvertretende Gemeindekirchenratsvorsitzende. Durch das schadhafte Dach sei immer wieder Regenwasser eingedrungen. Einige Balken seien so marode gewesen, dass sie einzustürzen drohten. Im Dachgebälk habe sich der Hausschwamm ausgebreitet, und in den im 17. Jahrhundert an das Kirchenschiff angebauten Patronatsanbau, in dem zuletzt Christenlehre und Kindergottesdienste abgehalten wurden, sei das Wasser eingedrungen.

Mit der Erneuerung des Daches im vergangenen Jahr sei bereits ein entscheidender Schritt zum Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudes gemacht worden. In einem zweiten Bauabschnitt werde derzeit die Außenhülle des Gotteshauses saniert.

Insgesamt 240 000 Euro investiert die Kirchengemeinde Papitz-Krieschow hierfür. »Ein Drittel der Summe müssen wir aus eigener Kraft aufbringen«, sagt Rüdiger Grohmann. Der Rest werde mit Fördermitteln finanziert. Für die Sanierung des Kircheninneren, der bemalten Holzdecke und der Orgel fehle noch das Geld. »Wir sehen es als unsere Verpflichtung an, den Verfall unserer Kirche zu stoppen«, betont Grohmann.

Nicole Nocon

Lausitzer Rundschau vom 27. Juli 2010

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