SANIERUNG: Der Turm wird gesichert

Geld für die St. Marienkirche in Trebbin

TREBBIN - Eine frohe Botschaft für die evangelische Kirchengemeinde Trebbin. Die Stadtpfarrkirche St. Marien zu Trebbin gehört zu den drei Gotteshäusern im Bereich der evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, die Geld von der Baubeihilfe der Partnerkirche in Baden erhalten.

Die evangelische Landeskirche in Baden stellt für Bauvorhaben an Stadtkirchen solidarisch 940 000 Euro zur Verfügung. "Die ersten drei Projekte werden 2010 mit einem Teil dieser Summe in Höhe von insgesamt 325 000 Euro realisiert", so Heike Krohn, stellvertretende Pressesprecherin der evangelischen Kirche. Das sind neben der St. Marienkirche in Trebbin die Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul zu Wusterhausen (Ostprignitz-Ruppin) und die Johannes-Kirche zu Lychen (Uckermark).

In Trebbin wird das Geld dringend benötigt, um den maroden Kirchturm zu sichern. "Das hat in diesem Jahr Vorrang, bevor die Erneuerung des Turmes eventuell im nächsten Jahr wie geplant fortgesetzt werden kann", erklärte der Trebbiner Pfarrer Jürg Albrecht Wildner. Die Arbeiten am Turm sind die letzte Maßnahme der aufwändigen Hüllensanierung der Trebbiner Stadtpfarrkirche, die im Frühjahr 2007 begann.

Der Turm war gerade eingerüstet, da mussten die Arbeiten auch schon unterbrochen werden (die MAZ berichtete). "Es zeigte sich, dass die Gesamtkonstruktion des Kirchturmes nicht standsicher ist", so Pfarrer Wildner. Dieser nicht vorhersehbare Umstand verteuerte das Vorhaben. "Mit dem Geld der Landeskirche in Baden soll nun zumindest die Einsturzgefahr gebannt werden", fügte er an.

Der marode Turm war nicht der einzige Wermutstropfen. Vom ersten Bauabschnitt an zeigte sich, dass die Kirche in einem weitaus schlimmeren Zustand war als ursprünglich angenommen. So erhöhten sich auch die Kosten für die Sanierung stetig. Sämtliche Geldreserven wurden aufgebraucht. Landeskirche, Kirchengemeinde, Landkreis und Stadt Trebbin stellten Mittel bereit. Auch Spenden wurden gesammelt und es gab öffentliche Zuwendungen. "Wir hatten gehofft, dass unsere Kirche im Herbst fertig sein würde", so Pfarrer Wildner. Daraus wird nichts. Stattdessen ist die Kirchengemeinde angehalten, weitere Geldquellen anzuzapfen. (Von Uta Franke)

Märkische Allgemeine vom 12. August 2010

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