DENKMAL: Geld fließt Richtung Eigeninitiative

Niebendorfer Kircheninneres wird weiter restauriert

NIEBENDORF-HEINSDORF - Wie dem Landrat geht es den meisten Besuchern, die das erste Mal einen Blick in die kleine Niebendorfer Kirche werfen: Sie sind überwältigt. Die Ausstattung stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist im Originalzustand erhalten geblieben. Damit das Innere des über 700 Jahre alten Gemäuers auch künftig interessant bleibt, wird nach und nach restauriert.

Den gestrigen Besuch des Landrats Peer Giesecke nahmen die Kirchenältesten zum Anlass, Helfer und Geldgeber zu einer Zusammenkunft in der Kirche und anschließend zur Kaffeetafel einzuladen. Gerd Queißer zog Bilanz und schilderte, was in nächster Zeit zu tun ist.

So ist die Sanierung des Altars so gut wie abgeschlossen. Der Finanzierungsplan für die Kanzel steht, etwa 22 000 Euro werden benötigt. Eine Summe in dieser Größenordnung ist außerdem für die Erneuerung der Deckenmalerei notwendig. "Die Anträge sind gestellt, wir hoffen weiterhin auf Unterstützung", so Gerd Queißer. "Ich bin optimistisch, dass wir das auch noch schaffen." Für eine zweite Glocke hat sich inzwischen ein Spender gefunden.

Ohne etwas zu versprechen, konnte der Landrat zusichern, dass Geld vor allem dorthin fließt, wo Eigenmittel und Eigeninitiative vorhanden sind. Zudem sei der Kreis an der Instandhaltung von Kirchen oder anderen Denkmalen interessiert, die sich an der Fläming-Skate befinden. Man wolle "Kultur in gutem Zustand" präsentieren. Es sei daran gedacht, bestimmte Strecken unter ein Motto zu stellen.

"Wir haben die Verantwortung, dass die Kirchen erhalten bleiben", so Pfarrer Joachim Boekels. "Das schaffen wir aber nicht allein." Seinen Dank richtete er sowohl an die Mitglieder der Kirchengemeinde und die Niebendorfer als auch an die Institutionen und Organisationen, die mit Geld und Sachverstand die schrittweise Restaurierung dieser und anderer Kirchen unterstützen. (Von Martina Burghardt)

Märkische Allgemeine vom 01. September 2010

   Zur Artikelübersicht