VEREINE: Förderkreis im Internet liquidiert

Nach Hacker-Attacke bald neuer Auftritt

RATHENOW - Die Interessierten werden es schon eine Weile wissen: Ein Hacker-Angriff hat den Internet-Auftritt des Förderkreises zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche zerstört. Die Seite www.rathenow.org ist nicht mehr erreichbar. Wie Heinz-Walter Knackmuß, der Vorsitzende des Förderkreises, gestern dieser Zeitung sagte, konnten mittlerweile fast alle Daten gerettet werden. Gegenwärtig wird an einem neuen Internet-Auftritt des Förderkreises gearbeitet. Wann dieser freigeschaltet wird, ist noch nicht klar. Vor dem nächsten Osterfest soll die neue Seite aber auf alle Fälle erreichbar sein.

Der Förderkreis hat zum 1. Dezember seinen Vertrag mit dem bisherigen Provider gekündigt. Der wichtigste Grund dafür war, dass dieser Anbieter keine Sicherungskopie der Internet-Seite des Förderkreises angelegt hat obwohl das heutzutage eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein müsste. Zusammen mit einem anderen Anbieter baut der Förderkreis derzeit gerade einen neuen Web-Auftritt auf. "Dieser Auftritt wird etwas anders als die bisherigen Seiten aussehen", hat Heinz-Walter Knackmuß gesagt, "er wird ein bisschen komfortabler sein." Besucher der Internet-Seiten des Förderkreises könnten künftig dort auch gleich Mitteilungen an den Verein schreiben. Und grundsätzlich solle die Gestaltung ansprechender wirken. Die bisherige Navigation über vier Schaltflächen soll auf sechs Schaltflächen erweitert werden. Für die Spender wird es künftig einen eigenen Button geben.

Heinz-Walter Knackmuß nannte es eine "Fleißarbeit", nun alle Daten für den neuen Internet-Auftritt in den PC einzugeben. Die frühere Seite hatte er bis auf die Termine der Gottesdienste allein auf dem neusten Stand gehalten. Wie er sagte, hat er für den neuen Auftritt aber schon wenigstens einen Helfer gewinnen können.

Der Internet-Auftritt des Förderkreises hat sich in wenigen Jahren zur beliebten Plattform der am Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche interessierten Menschen in aller Welt entwickelt. Im nächsten Jahr wird der Förderkreis den Einbau neuer Gewölbe in die Marienkapelle bezahlen. Das Kostenangebot liegt bei 32 000 Euro. Außerdem stellt der Förderkreis 2011 auch noch weitere 80 000 Euro als seinen Anteil für die Restaurierung der Fenster und Seitenwände des Hauptschiffes bereit. (Von Bernd Geske)

Märkische Allgemeine vom 15. Dezember 2010

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