SANIERUNG: Nach Außenarbeiten geht es innen weiter

Neues Geld für Kirche in Berlitt

BERLITT - Die nach vier Jahren Bauzeit 2005 beendeten Sanierungsarbeiten am zu Anfang des Jahrtausends noch einsturzgefährdeten Kirchengebäude erleben derzeit ihre Fortführung. Ausgelöst durch eine Zuwendung der Katharina-und-Gerhard-Hoffmann-Stiftung (Hamburg) konnten weitere Finanzmittel aufgebracht werden, um die Wiederherstellung des barocken Kircheninneren zu beginnen.

Zunächst war die gesamte Kirche durch eine Begasung von Holzschädlingen befreit worden. Sie hatten sich sowohl im mehr als 300 Jahre alten Gestühl als auch in der noch nicht restaurierten Engeldecke ausgebreitet. Die gründliche Erneuerung der sechs Fenster durch die Firma Wilde (Bellingen bei Tangermünde) folgte und konnte am vergangenen Dienstag beendet werden. Farbige Gläser wurden ergänzt, die Holzrahmen zum Teil erneuert und in den Ostfenstern den noch vorhandenen 200 Jahre alten Rechteckgläsern gleichwertige hinzuzugesellt. Vor allem aber gibt der neue Farbton, der sich nach Maßgabe des Restaurators und der Denkmalpflege nun über das Gestühl breitet, dem Innenraum eine neue freundliche Helligkeit. Trotz Kälte führte der Malerhandwerksbetrieb Wilfried Lucke (Kyritz) die Arbeiten in hervorragender Qualität aus.

Die tischlermäßige Instandsetzung, verbunden mit sehr viel Kleinarbeit, wurde von der Stüdenitzer Möbelrestauratorin Heike Klix durchgeführt. 2011 wird sich die Kirchengemeinde der Restaurierung der barocken Engeldecke widmen, die 2002 wieder entdeckt worden ist gelagert auf dem Dachboden, weil sie den Vorfahren um 1900 nicht gefiel. Als Kleinod wird sie hoffentlich bald die 500 Jahre alte Kirche wieder schmücken, die der Gemeinde und vielen Pilgern immer Ruhe und Besinnung schenkt. (hu)

Märkische Allgemeine vom 21. Dezember 2010

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