Zernikower verärgert über Denkmalbehörde

Kirche mit Dachschaden

Zernikow (was) Nach Dollgow und Sonnenberg regt sich nun auch in der Zernikower Kirchengemeinde Unmut über die zuständigen Denkmalbehörden bei Land und Kreis.

 
Der Kirchenälteste Erwin Häusler hat bei der Sanierung kräftig mitangepackt. Jetzt hat er Angst um das Gotteshaus.
© Waschescio

Der Vorwurf auch dort: Die Auflagen bei der Sanierung der Kirche führen zu Schäden am Gebäude und gehen an der Wirklichkeit in den Gemeinden vorbei.

Konkret in der Kritik der Kirchengemeinde ist das Nein der Denkmalschützer zu einer Unterspannbahn unter den Dachziegeln. Als das Dach der Kirche vor neun Jahren erneuert wurde, hatte die Gemeinde nach Auskunft von Pfarrer Reinhard Dalchow darum gebeten, um zu verhindern, dass Regen und Flugschnee durch die Fugen gedrückt werden. Für die überwiegend älteren Gemeindeglieder sei es nicht zumutbar, den Schnee über die steilen Stiegen vom Dachboden herunter zu tragen.

In diesem Winter trat der Ernstfall ein. Der Schnee auf dem Dachboden schmolz. Das Wasser tropfte in den restaurierten Innenraum der Kirche. Für die Beseitigung von Schäden wird, wie in Dollgow, die Kirchengemeinde aufkommen müssen.

Die Denkmalbehörde des Landkreises wies gestern darauf hin, dass es beim Denkmalschutz nicht nur um den äußeren Erhalt der Gebäude gehe, sondern auch darum, alte Handwerkstechniken sichtbar zu machen. Der Eigentümer habe die Pflicht, die Denkmäler so zu pflegen, wie die Bauweise es erfordert.

Die-Mark-Online vom 21. Januar 2011

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