Putlitzer sorgen sich um ihre Kirche

BAUDENKMAL: Risse im Mauerwerk zu beheben / Neuer Freundeskreis setzt jetzt noch mehr kulturelle Akzente

PUTLITZ - Nachdem dank Kirchengemeinde und Förderverein im vorigen Jahr auf den Turmstumpf wieder eine Spitze gesetzt werden konnte, widmet sich jetzt ein neuer Freundeskreis der Putlitzer Kirche ihrer weiteren Bausubstanz. Das Mauerwerk weist besorgniserregende Risse auf. Sie sollen aber noch in diesem Jahr beseitigt werden, wie Pfarrer Volkhart Spitzner am Freitagabend im Pfarrhaus der Gänsestadt informierte. Zum zweiten Mal traf sich dort der kleine Kreis interessierter Bürger und Gemeindemitglieder, um im kulturellen und baulichen Bereich weitere Akzente zu setzen.

Zur Bauvorplanung für die Kirche liegen Spitzner seit einigen Tagen Unterlagen vor, die Bauingenieurin Heike Zellmer erarbeitete: Am Westgiebel der Kirche, von wo aus der Turm angebunden ist, sollen bis Ende dieses Jahres neben den Rissen auch so genannte Ausbeulungen beseitigt werden. Diese prägen den Giebel schon längere Zeit. Einen Zusammenhang zwischen dem neuen Turmaufbau und der Rissgröße sieht der Pfarrer nicht, denn "der Turm ist nur angebaut." Erschütterungen durch die Straße führten vermutlich dazu, dass sich Putz aus den Feldsteinfugen löste. Eine dagegen eher vage Vermutung: Möglicherweise könne auch ein Absenken des Grundwasserspiegels in Folge der Veränderungen am Stepenitzwehr die Rissbildung begünstigt haben.

Eine weitere Baustelle sieht Spitzner im Bereich des Altarraumes, wo eindringendes Wasser sichtbare Schäden hinterlässt. Es bahnt sich über Fugenlöcher zwischen Turm und Dach am Ostgiebel seinen Weg. "Die Kirchengemeinde hat in diesem Jahr die Aussicht, beide Schäden zu beheben", erklärte der Pfarrer. Er setzt auf finanzielle Unterstützung seitens der Landeskirche. Für den Freundeskreis erwachsen keine Verpflichtungen. (Von Christamaria Ruch)

Märkische Allgemeine vom 07. März 2011

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