Kirchturm hat seine Krone wieder

 
Aufgesetzt: Den Turm der Lindenberger Kirche schmückt seit Freitag wieder die sogenannte Bekrönung.
Foto: MOZ/Sergej Scheibe

Lindenberg (moz) Die Evangelische Kirchengemeinde Lindenberg hat ein erstens Zwischenziel bei der Sanierung der Dorfkirche erreicht. In einer kleinen Feierstunde wurde am Freitagmittag die Turmbekrönung wieder auf das Gotteshaus aufgebracht. Dazu konnte Pfarrer Ralf Wenzel zahlreiche Gäste, darunter auch Ahrensfeldes Bürgermeister Wilfried Gehrke, begrüßen.

Die zwei sogenannten Turmknöpfe enthalten Kapseln, die mit verschiedenen Dokumenten gefüllt wurden. So sind darin u.a. Unterlagen zu den laufenden Sanierungsarbeiten zu finden, aber auch das Gemeindesiegel, eine Tageszeitung sowie Münzen.

"Das ist ein Ereignis, das ich selbst noch nicht erlebt habe", bekannte Pfarrer Wenzel in einer kurzen Rede. Er dankte allen, die bisher an den Arbeiten beteiligt waren. In einer Schweigeminute wurde der Opfer von Erdbeben, Tsunami und Reaktorkatastrophe in Japan gedacht.

Die Sanierungsarbeiten an dem rechteckigen Saalbau aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts hatten im vergangenen Jahr begonnen. In einem Bauabschnitt war zunächst das Deckenwerk des Turms saniert worden. Anschließend soll nun das Dach von Kirchenschiff und Chor erneuert werden. Möglicherweise, so Pfarrer Wenzel, werde es noch einen dritten Bauabschnitt, er betrifft dann die Sakristei, geben. Dies hänge jedoch von den finanziellen Möglichkeiten ab, hieß es.

Insgesamt werden für die Arbeiten rund 240 000 Euro veranschlagt. Die Gemeinde Ahrensfelde steuert 40 000 Euro bei.

Märkische Oderzeitung vom 19. März 2011

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