Kienitzer Kirchsanierung voll im Plan

Kienitz (moz) Die Bauarbeiten an der Kienitzer Kirche schreiten voran. Das Gotteshaus wird seit einigen Wochen trockengelegt, die Fassade umfangreich saniert. Bis Mai 2012 sind die Maßnahmen an dem maroden Kirchenbau geplant und die Bauleute liegen gut in der Zeit.

 
Bauberatung im Kirchenschiff: Norbert Zimmermann, Ronny Behrendt und Frank Fischer (v.l.) begutachten den Fortschritt der Sanierung am Kienitzer Gotteshaus.
© Simone Winkler

Dort, wo Radfahrer einmal eine Rast machen können, ist noch nicht viel zu sehen. Bauleute steigen über Sandhaufen. Rainer Skorniakow lockert mit einem elektrischen Pressgerät das Fundament. Vor den Sanierungsarbeiten an der Kienitzer Kirche trennte das offene Kirchenschiff, in dem der Bauarbeiter steht, eine Wand. In dem kühlen, dunklen Raum waren Bilder und Informationen über das Gotteshaus ausgestellt, das die Pfarrersfrau Erna Roda einst über den Ort hinaus bekannt machte. Der Raum ist inzwischen verschwunden. Wenn die Sanierung der Kirche fertig ist, wird statt Beton eine Glasfront das offene Kirchenschiff und den intakten Teil des Gebäudes trennen. Bis dahin wird mit Hochdruck an der Fassade gearbeitet, werden die Fundamente weiter saniert.

Seit einigen Wochen ist in Kienitz jeden Mittwoch Baurapport. Ein Bauleiter des Ingenieurbüros Baustatik- und Sanierungsplanung fasst die Ergebnisse der vergangenen Woche zusammen. Ronny Behrendt war diese Woche vor Ort. Er schätzte die Fortschritte der Arbeiten als gut ein. "Wir liegen voll im Plan", sagte er. Im Mai hat die Sanierung der Kienitzer Kircher begonnen. Im März 2012 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Das Mauerwerk war inzwischen so marode, dass für die evangelische Kirchengemeinde dringender Handlungsbedarf bestand. Das Hauptproblem war Feuchtigkeit, die ins Mauerwerk eingezogen war und es stark beschädigte. Der Sockelbereich musste komplett ausgetauscht und neu gemauert werden. "Darüber hinaus haben wir das Fundament so abgedichtet", erklärte Bauleiter Behrendt, "dass kein weiteres Wasser hinzukommen kann." Die Arbeiten sind so gut wie abgeschlossen.

Als nächstes muss der untere Kirchteil etwa einen Meter hoch verputzt werden. Statt Zementputz soll atmungsaktiver, mineralischer Putz verwendet werden. Früher als geplant, nämlich schon in den kommenden Tagen, soll nun auch der Kirchturm eingerüstet werden. Dort wird ebenfalls schadhafter Putz untersucht und so wie der gesamte Kirchenbau unter denkmalpflegerischer Aufsicht ausgebessert.

Parallel dazu wird der obere, offene Teil der Kirche künftig mit Zinkblech eingefasst. Bislang war das Gebäude mit Dachsteinen umschlossen.

Märkische Oderzeitung vom 08. Juli 2011

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