Platzeck verteilt Geld

SANIERUNG: Hilfe für Niebendorfs Kirche

NIEBENDORF - Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) bezeichnet die Kirche von Niebendorf nicht nur als Kleinod. Der Politiker stellt für den Erhalt jetzt auch Geld aus Lottomitteln bereit. Damit die barocke Deckenausmalung restauriert werden kann, gibt er 8500 Euro. Die Arbeiten sollen noch im Sommer beginnen.

"Die Sakralbauten gehören zum reichen kulturellen Erbe unseres Landes. Sie prägen das Gesicht der Dörfer und Städte. Der Erhalt der Kirchenbauten und ihrer Kunstschätze ist Aufgabe der gesamten Gesellschaft", begründete Platzeck die Gabe. Der Ministerpräsident lobte das ehrenamtliche Engagement der Einwohner für die Bewahrung des Gotteshauses.

Die Kirche wurde im 13. Jahrhundert errichtet. Holzausstattung und Deckenmalereien stammen aus dem 18. Jahrhundert und sind im Originalzustand erhalten. Allerdings droht ihnen infolge Schädlingsbefalls und abblätternder Farben der Verfall.

Das Dorf setzt sich schon seit Jahren für den Erhalt der Kirche ein. So wurde in ehrenamtlicher Arbeit der Dachstuhl geräumt und mit einer Zwischendecke versehen, um den Innenraum zu schützen.

Zudem kam durch Spendensammlungen und Benefizkonzerte Geld für die Rekonstruktion zusammen. Die Sanierung des Altars, für die Platzeck ebenfalls Lottomittel bereit gestellt hatte, sowie der Kanzel konnten mittlerweile abgeschlossen werden. (MAZ)

Märkische Allgemeine vom 11. August 2011

   Zur Artikelübersicht