Bauarbeiten an der Kirche Eulo vor dem Start

FORST Die Euloer Kirche kommt ihrer geplanten Sanierung Stück für Stück näher. Noch in dieser Woche soll nach Angaben von Pfarrer Bodo Trummer der Aufbau eines Gerüstes beginnen.

 
Bodo Trummer zeigt Schäden im Dachstuhl.
Archivfoto: jas

Das ist der Startschuss für die Arbeiten am Dach des Gebäudes, dem der Zahn der Zeit und Schädlinge im Dachgebälk ordentlich zugesetzt haben.

"Ich denke, dass zunächst mit der Wärmebehandlung begonnen wird", so Bodo Trummer. Damit soll es den Schädlingen in den Dachbalken an den Kragen gehen. Es wird so viel Hitze zugeführt, dass sich das Holz bis zum Kern auf etwa 55 Grad Celsius erhitzt zu viel zum Überleben der Schädlinge. Danach wird laut Trummer das Dach geöffnet und mit Folien vor Nässe geschützt, bevor die Zimmererarbeiten im Dachstuhl beginnen können.

Auch die Finanzierung der Arbeiten, zu der die Kirchengemeinde zu Spenden aufgerufen hatte, ist auf einem guten Weg. So sind bisher etwa 39 800 Euro für das Projekt zusammengekommen. Davon sind nach Angaben Trummers allein 27 000 Euro an Spenden geflossen, der Rest sind Beiträge der Kirchenkasse und Fördergeld von der Denkmalpflege in Höhe von etwa 10 000 Euro, auf das die Kirchengemeinde hofft. Die klaffende Finanzierungslücke soll mit weiteren Spendenaktionen geschlossen werden. "Wir müssen es schaffen. Wir haben keine andere Möglichkeit", sagt Pfarrer Trummer.

Die nächste Aktion für die Kirche ist das Euloer Fest rund um die Kirche, das am 17. und 18. September stattfinden soll.

Danach will die Kirchengemeinde ihrem Ziel ein großes Stück näher sein. "Zum Heiligen Abend soll es wieder eine Veranstaltung in der Kirche geben", sagt Trummer. Das heißt: Bis spätestens Ende November müssen die Arbeiten an dem Gotteshaus abgeschlossen und das Dach wieder abgedichtet sein. Denn aus Erfahrung weiß der Pfarrer, dass die Aufräum- und Aufbauarbeiten wie etwa an der Kirche enorm viel Zeit in Anspruch nehmen.

Trummer ist optimistisch: "Ich warte, dass endlich eingerüstet wird und es losgeht."

Jas

Lausitzer Rundschau vom 11. August 2011

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