Verjüngungskur für Katharinenkirche

von Katarina Sass

 
Peter Krause vom Gemeindekirchenrat zeigt das marode Mauerwerk, durch das Feuchtigkeit dringt.
katarina sass

LENZEN - Ein Gerüst am Seitenschiff der Kirche in Lenzen verdeckt seit einigen Tagen die Sicht auf das Gotteshaus von der Straße aus. Grund ist eine Sanierung am Giebel. Denn durch das marode Mauerwerk dringt Regen. "Wir haben seit Jahren Nässeschäden, jetzt gehen wir das Problem an", sagt Peter Krause vom Gemeindekirchenrat. Rund 18 000 Euro bringt die Kirchgemeinde auf, zum Großteil aus der Rücklage entnommen.

Eine Dachdeckerfirma aus Lenzen wird in den kommenden Wochen das Blech erneuern, das den Giebel mit dem Dach verbindet. "Dazu werden einige Mauersteine ausgetauscht und hochgemauert, so dass sie wieder symmetrisch sind", so Krause. Diese Klosterformatziegel habe die Kirchengemeinde bereits vor Monaten von der Ziegelei anfertigen lassen. Die Steine werden dann angeschrägt, darüber wird eine Kupferabdichtung angebracht, die künftig verhindert, dass der Regen durch die Ritzen dringt. Steht das Gerüst schon einmal, wollen die Kirchgemeindeglieder auch gleich noch lose Mauersteine austauschen und Schäden beseitigen lassen. "Aber das Mauerwerk ist besser, als wir erwartet haben", so Krause, der sich im Kirchgemeinderat um die baulichen Angelegenheiten kümmert.

Sowohl der Gerüstbauer, als auch der Dachdecker und die Baufirma seien aus der Region. "Sofern es die Kosten zulassen, bevorzugen wir hier ansässige Unternehmen", erklärt er weiter.

An der Katharinenkirche seien das vorerst die letzten Maßnahmen. "Unsere Kirche ist ansonsten glücklicherweise in ganz gutem Zustand." Es bleibe also Zeit, die Rücklage wieder aufzufüllen.

Für alle anderen Kirchgemeinden gilt: Bis zum 31. Oktober können Förderanträge für künftige Sanierungsprojekte gestellt werden, um im kommenden Jahr berücksichtigt zu werden. Darauf macht Dr. Andreas Draeger, Vorsitzender des Bauausschusses im Kirchenkreis Perleberg-Wittenberge, aufmerksam. "Jedes einzelne Projekt wird geprüft, die Entscheidung fällt dann im Januar", so Draeger.

Der Prignitzer vom 23. August 2011

   Zur Artikelübersicht