Gotteshaus in neuem Glanz

BAU: Sanierung der St.-Marienkirche beendet

TREBBIN - Sie strahlt wieder in einem hellen gelben Ton die St.-Marienkirche in Trebbin. Nach über vier Jahren Bauzeit, zahlreichen Hindernissen und Problemen konnten die aufwendigen Renovierungsarbeiten an dem Gotteshaus abgeschlossen werden. Feierlich wurde am Sonntag bei einem Gottesdienst der Vergangenheit gedacht, aber auch der Zukunft, denn die evangelische Kirchengemeinde hat sich auch die Sanierung des Innenraums auf die Fahne geschrieben.

"Dieses Haus steht im Zentrum Trebbins. Lange Zeit hat es gedauert und jetzt haben wir allen Grund zum Feiern", sagte Pfarrer Jürg Albrecht Wildner zu den zahlreichen Gästen. Vor vier Jahren wurden das Langhaus und der Kirchturm saniert. Während der Arbeiten rund um das Gebäude traten massive und vorher nicht absehbare Schäden und Probleme auf, die das Vorhaben mehrmals ins Wanken brachten. Sowohl zeitlich als auch finanziell bröselte es nicht nur einmal.

Die größte Sorge bereitete allen der Turm. Alle vier Wände standen für sich und waren nicht stabil miteinander verbunden. Später wurde das Dach erneuert, neuer Putz angebracht, die Uhr eingebaut und der Turm erhielt ein neues Kreuz, das jetzt auf der Turmspitze erstrahlt. Die Gesamtkosten betrugen 1,34 Millionen Euro. Ein Zuschuss von 180 000 Euro kam von der Badischen Landeskirche, einer Partnerkirche der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

Beim Festgottesdienst war neben der Superintendentin des Kirchenkreises Zossen-Fläming, Katharina Furian, auch Brandenburgs Kulturstaatssekretär Martin Gorholt (SPD) anwesend. Die brandenburgische Landesregierung betrachte den Erhalt der mehr als 1500 Kirchen im Land als sehr wichtige Aufgabe, erklärte Gorholt bei der Übergabe der Kirche.

Jürg Albrecht Wildner ging in seiner Predigt darauf ein, wie er die Kirche im Februar 2010 übernommen hatte. "Nachdem ich mir jetzt die Bilder aus der Zeit vor der Sanierung angeschaut habe, fiel mir ein, wie die Kirche einmal aussah. Jetzt ist es wieder ein Augenmerk für die Stadt Trebbin", so Wildner.

Die Kirche wurde im 13./14. Jahrhundert erbaut, durch zahlreiche Veränderung steht der Altar heute in der Mitte der Kirche, mit östlicher Ausrichtung in Richtung Jerusalem.

Im Anschluss an den Festgottesdienst wurde zum gemütlichen Beisammensein vor der Kirche eingeladen. Bei Kaffee und Kuchen sprach Bernd Jentsch, Vorsitzender des Gemeindekirchenrates, dem Kirchenältesten Helmut Kruse besonderen Dank aus. (Von Eileen Wenzel)

Märkische Allgemeine vom 06. September 2011

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