Tierisches Rosa ersetzt steinernes Grau

Lindow und Umgebung (MZV) Keller (crs) - Bei der Kelleraner Kirche ist mit dem vollendeten Anstrich der Nordfront der dritte Bauabschnitt abgeschlossen worden. Im kommenden Jahr soll die Gesamtsanierung beendet werden. Ausgebessert und aufgehübscht werden müssen noch die Mauerwerke des Ostgiebels und der Südfront.

 
Alt und neu: Die Kelleraner Kirche wird seit 2009 umfassend saniert.
Foto: Schönberg

Als "richtige Genugtuung" bezeichnete Ortsvorsteher Manfred Gaetke die Aussicht, dass die Kelleraner Kirche in neuem Glanz erstrahlt. Schließlich hat der Ort jahrelang für die Sanierung gekämpft, denn das zentrale Dorfgebäude bot lange einen traurigen Anblick. Gaetke selbst ist hoch zufrieden mit dem Ergebnis. Zwar mokieren sich manche über das "Schweinchenrosa". "Sie sieht aber richtig gut aus", sagt Gaetke mit Blick auf den üblen Vorzustand.

Dass es jetzt anders wird, ist auch der Eigeninitiative der Kelleraner zu verdanken. Denn die Gerüste im Innern, auf denen die Baurbeiter die Decke sanierten, sind abgebaut worden. "Alles, was auf den Brettern lag, fiel irgendwohin" sagt Gaetke.

Das Wegräumen übernehmen aber Kelleraner selbst. Vor vier Wochen haben zehn Einwohner angepackt, um Schutt herauszubringen: "Einen Viertel Container voll", so Gaetke. Für das Wochenende gibt es die Zusagen von 15 Frauen, Eimer und Feudel in die Hand zu nehmen und Kirchenbänke zu reinigen.

Unklar ist aber, ob die Glocke bis Weihnachten hängt und, elektrisch betrieben, läuten kann. Noch steht der massive Klangkörper im Turm. Es hänge an der Finanzierung, ob eine Firma kommen kann, und sie fachgerecht aufmontiert. "Ich habe aber große Hoffnung, dass es bis Weihnachten klappt", so Ortsvorsteher Gaetke.

Märkische Oderzeitung vom 26. Oktober 2011

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