Gerüst soll die Ahlsdorfer Kirche sichern helfen

AHLSDORF Ein Gerüst soll bereits in den kommenden Wochen den weiteren Verfall der Ahlsdorfer Kirche stoppen. Doch allein für die Notsicherung der Decke und der Holzkonstruktion des Daches sind voraussichtlich 131 000 Euro nötig. Eine weitere halbe Million Euro wird notwendig sein, um das barocke Gebäude umfassend zu sanieren.

 
Die herabfallenden Teile haben den rechten Bogen am Altar der Ahlsdorfer Kirche beschädigt.
Foto: Unger

Der Rat des Kirchspiels Schönewalde, zu dem auch Ahlsdorf gehört, hat sich inzwischen klar positioniert: "Die Patronatskirche in Ahlsdorf hat oberste Priorität", informiert Pfarrer Volkmar Homa. Wichtigste Aufgabe sei es jetzt, so schnell wie möglich mit der Notsicherung zu beginnen, damit sich nicht noch weitere Teile der Decke des Gotteshauses lösen und abstürzen. Bereits im September hatten zwei Vorfälle die Kirchenverantwortlichen in Aufregung versetzt. Erst war eine größere Fläche Putz heruntergefallen, kurz darauf folgten ganze Balken.

Größtes Problem: die Finanzen

Seitdem wird emsig an der Beseitigung des Problems gearbeitet. Hand in Hand. Die größte Sorge bereitet wie so oft in solchen Fällen das Geld. Weder hat die Kirchengemeinde so viel im Sparstrumpf, um die kalkulierten 131 000 Euro für die Notsicherung mal eben zu bezahlen, noch ist die halbe Million Euro für die nachfolgend geplante Sanierung der Patronatskirche derzeit vorhanden.

Das Schreiben von Fördermittelanträgen ist deshalb derzeit die wichtigste Aufgabe, die es abzuarbeiten gilt. "Da sind wir schon gut vorangekommen", berichtet Homa. Alle denkbaren Geldgeber werden kontaktiert: zum Beispiel die Landeskirche, der Kirchenkreis, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, der Landkreis und die Landesstelle, die die europäischen Fördermittel für die ländliche Entwicklung (ILE/LEADER) verwaltet.

Planerische Vorarbeiten

Darüber hinaus laufen planerische Vorarbeiten. Sowohl ein Statiker als auch ein Fachmann für Holzschutzgutachten sind beauftragt worden. Vor allem vom Statiker wird schnelle Arbeit erhofft. "Je eher er mit seinen Berechnungen fertig ist, desto eher können wir ein Gerüst stellen. Das ist nicht nur später für die auszuführenden Arbeiten im oberen Bereich der Kirche nötig. Es soll auch die Decke und das Dach stützen, damit nicht noch weiterer Schaden zu beklagen ist", erläutert der Architekt Onno Folkerts.

Inzwischen bleibt der Förderkreis "Barockkirche Ahlsdorf" nicht untätig. "Für den 27. November wird das 5. Benefizkonzert vorbereitet. Die Einnahmen sollen der Kirche selbst und der Orgel zugutekommen", lässt Hans Werner Unger wissen.

Von Sylvia Kunze

Lausitzer Rundschau vom 28. Oktober 2011

   Zur Artikelübersicht