Kirche mit Sitzheizung

DENKMALSCHUTZ: Erste Sanierungsetappe beendet / Beheizbare Bankauflagen geplant

GERMENDORF - Seit fast drei Jahren ist die evangelische Kirche in Germendorf eine Großbaustelle. Jetzt ist der erste Schritt getan und die Kirche nach Sanierungsarbeiten zumindest wieder nutzbar.

Am 2. Advent, 4. Dezember, findet dort ein Benefizkonzert satt. "Wir laden die Germendorfer ein, sich die Ergebnisse anzuschauen und wollen danke sagen an die vielen Helfer", erklärte Pfarrer Arndt Farack.

Ursprünglich sollte nur die veraltete Elektrik der Kirche überholt werden. Zu Beginn der Bauarbeiten stellten die Handwerker dann Schäden an den Balken der Sitzbänke fest. "Als dort alles freigelegt war, erkannte man den dringenden Handlungsbedarf", so der Pfarrer. Große Teile der Holzaufbauten und der Dielen waren verfault. Die Schädigungen betrafen auch die Empore.

"Doch leider war die Reparatur nicht so einfach möglich", so der Pfarrer. Die Kirchengemeinde gab Gutachten in Auftrag, um den Anforderungen des Denkmalschutzes gerecht zu werden und um Gelder beantragen zu können. Dies verlief nicht reibungslos und führte sogar zu einem zeitweiligen Baustopp.

Zu Beginn dieses Jahres gab es dann endlich Hoffnung, blickt der Pfarrer zurück. Alle Genehmigungen waren eingeholt, und die Bauhandwerker konnten die unterbrochene Arbeit wieder aufnehmen. Sie überarbeiteten nicht nur den Boden, sondern auch die Kirchenbänke mit Tischlergeschick.

Zwei Arbeitseinsätze der Kirchengemeinde fanden statt, um das Grundstück rund um die Kirche in einen ansehnlichen Zustand zu versetzen. Als nächste große Etappen stehen die Erneuerung der Elektrik und das Ausbessern des Dachstuhls an.

Eine ungewöhnliche Lösung strebt die Kirchengemeinde für das Beheizen der Kirche während der Gottesdienste an. Moderne beheizbare Bankauflagen sollen angeschafft werden. Dafür werden am kommenden Sonntag weitere Informationen gegeben. Für die "Sitzheizung" wird bei dem Benefizkonzert um Spenden gebeten. (Von Heiko Hohenhaus)

Märkische Allgemeine vom 01. Dezember 2011

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