Mehßower unterstützen Sanierung ihrer Kirche

GROß MEHßOW Es vergeht kein Jahr, in dem zwischen Altdöbern und Lübbenau lebende Christen nicht auf das Fachwissen von Bauleuten setzen und diese zu einem ihrer Gotteshäuser bitten. Inzwischen gilt die Kirche als beständiger Auftraggeber und zuverlässiger Wirtschaftsmotor.

 
Carola Kuba ist die ungekrönte Weinkönigin von Klein und Groß Mehßow. Die lebensfrohe Frau hatte die Idee, mit dem Verkauf von Apfelwein die Finanzierung der Bauarbeiten an der Kirche in Groß Mehßow zu unterstützen.
Foto: Uwe Hegewald/uhd1

Besonders effektiv tuckert dieser momentan in der Kirchengemeinde Groß Mehßow.

In den zurückliegenden Monaten hat das Dach des Mehßower Kirchturmes eine neue Schiefereindeckung erhalten. Eingangspforte und Turmfenster wurden restauriert, die Schallluke erneuert und so manche morschen Holzteile oder bröselnde Mauersteine ausgetauscht. Zufriedenheit war aus den Gesichtern der Mitglieder des Gemeindekirchenrates abzulesen, der sich in dieser Woche traf, um weitere Vorhaben abzusprechen. "Wir würden gerne die bisher erfolgten Arbeiten fortsetzen und eine Sanierung des Kirchenschiffes nachziehen", sagt Kathrin Schubert.

Wie die Pfarrerin aus Calau informiert, seien dafür Anträge auf finanzielle Zuwendungen gestellt worden. Bevor Bauleute womöglich ein zweites Mal anrücken, bittet die Kirchengemeinde anlässlich der Fertigstellung des ersten Bauabschnittes zu einem Festgottesdienst. Durchgeführt wird dieser am Sonntag, 22. Januar, um 14 Uhr in der Kirche Groß Mehßow. Ihr Kommen zugesichert haben bereits Superintendent Thomas Köhler, der Calauer Bürgermeister Werner Suchner (parteilos) und die Bauleitung, die über zurückliegende Bauprozesse berichten wird. Im Anschluss des Festgottesdienstes soll der Tag bei einer Kaffeetafel ausklingen. Möglicherweise wird dort mit einem Gläschen Apfelwein angestoßen, von dem der Gemeindekirchenrat 200 Flaschen hat keltern lassen. "Von der Ernst Hentschel GmbH & Co.KG in Lübbenau haben wir ein faires Angebot erhalten", sagt Initiatorin Carola Kuba. "Pro verkaufte Flasche fließen zwei Euro in den Fond für die Sanierung der Mehßower Kirche", betont sie.

Bei der Hubertusmesse, der Senioren- und der Vereinsweihnachtsfeier gab es großes Interesse, sodass nur noch wenige Flaschen des 9,5-prozentigen Tropfens zu haben sind. Wie Verena Hentschel berichtet, hebe sich der Apfelwein von den handelsüblichen Angeboten ab. Es würden ausschließlich Äpfel aus der Region verarbeitet, mitunter seien es bis zu 20 verschiedene und bisweilen seltene Sorten, die dem Produkt eine außergewöhnliche Note geben, so die Lübbenauerin. Inzwischen wird im Mehßower Gemeindekirchenrat über eine Aufstockung der limitierten Apfelwein-Auflage nachgedacht. Schließlich solle es auch etwas Köstliches zum Anstoßen geben, wenn der erhoffte zweite Bauabschnitt vollzogen ist.

Uwe Hegewald/uhd1

Lausitzer Rundschau vom 14. Januar 2012

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