09.10.2018  –  MOZ.de

Alte Schultern warten auf neuen Turm (Trebus)

Kirchen-Umbau

Alte Schultern warten auf neuen Turm

Manja Wilde

Fürstenwalde (MOZ) Das Gerüst steht, Holz liegt bereit und am Sonntagnachmittag packten mindestens 15 Trebuser mit an, um die Empore freizuräumen und Bänke wegzurücken – nun ist die Trebuser Kirche (Dorfkirche des Monats März 2015) eine Baustelle. Das Gotteshaus soll einen neuen Turm bekommen.

Jede Menge Holz vorm Haus: Die Trebuser Kirche erhält einen neuen Turm. Das Holz für das Fachwerk liegt schon bereit. 2013 wurde der alte Turm abgetragen, weil sein Holz morsch war.
© Foto: Manja Wilde

Zimmerer Hartwig Timpe war am Montag vor Ort. „Wir haben die Turm-Schultern freigemacht, dass die anderen Gewerke loslegen können“, sagt der Inhaber der gleichnamigen Firma für Holzbau und Zimmerei. So müssen beispielsweise noch Maurerarbeiten erledigt werden, bevor die Holz-Elemente zum neuen Turm-Fachwerk zusammenwachsen können.

Der alte Turm der Kirche musste 2013 abgetragen werden. Nachdem zwei Jahre zuvor ein Blitz eingeschlagen war, bemerkten Arbeiter bei der Reparatur, wie Morsch sein Holz ist. Die Kirchgemeinde sammelte Geld, um den Wiederaufbau bezahlen zu können. 135 000 Euro kostet er laut Planung. Jeweils 40 000 Euro steuern Kirchenkreis und -gemeinde bei, je 15 000 Euro kommen aus dem Bürgerhaushalt der Stadt Fürstenwalde, von Hoffmann-Stiftung und Landeskirche. Auch die Denkmalpflege und die Stiftung „Alte Kirchen“ beteiligen sich.

„Von außen soll der Turm in diesem Jahr fertig werden. Geplant ist, dass spätestens Heilig Abend wieder ein Gottesdienst in der Kirche gefeiert werden kann“, sagt Pfarrer Jörg Hemmerling. Der Innenausbau ist für 2019 geplant. „Dafür müssen wir noch das nötige Geld zusammenbekommen“, hofft der Pfarrer auf weitere Spenden.

Unklar ist, ob der Trebuser Weihnachtsmarkt in diesem Jahr am Fuße der Kirche stattfinden kann. Bereits am 1. Dezember sollen Stände und Programm für weihnachtliche Stimmung sorgen. „Mit den Gerüsten wird es schwierig“, ist Hemmerling skeptisch. Ortsvorsteherin Sandra Dorsch hat die Hoffnung indes noch nicht ganz aufgegeben. „Wir wollen noch zwei Wochen abwarten und hoffen, dass die Zimmerer eher fertig werden als geplant“, sagt sie.

Der neue Turm soll genau an der Stelle entstehen, an der der alte saß. Tests ergaben, dass die alten Stürzen den Aufsatz noch tragen können und dass auch der Boden auf dem Gelände der Kirche „gut gewachsen“ sei.

MOZ.de, 09.10.2018
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