29.03.2020  –  Lausitzer Rundschau

Bau-Endspurt an der Stadtkirche Elsterwerda

Die umfangreichen Sanierungsarbeiten an der Stadtkirche in Elsterwerda dauern bereits Jahr. Ein Millionenbetrag ist bisher investiert worden. Es geht weiter.

Wie die Sakristei (im Bild), so musste aufgrund des schlechten Zustandes auch die Patronatsloge der Catharina-Kirche in Elsterwerda kurzfristig einen neuen Dachstuhl erhalten.
Die Patronatsloge der St.-Catharina-Kirche im Zentrum von Elsterwerda ist inzwischen neu eingedeckt.

Das Ende der umfangreichen und millionenschweren Bau- und Sanierungsarbeiten an der evangelischen St.-Catharina-Kirche im Zentrum von Elsterwerda ist beinahe greifbar. Nachdem das Kirchenschiff eine neue Dacheindeckung erhalten hatte, zuvor war der Dachstuhl stabilisiert worden und die Innensanierung folgte, sind die Arbeiten nun fortgesetzt worden.

Noch eine böse Überraschung

Zum laufenden Bauabschnitt gehören die Dächer der Anbauten, wie Silke Hauptvogel, jetzt Vorsitzende des Gemeindekirchenrates, zuvor Vorsitzende des Bauausschusses der Kirchengemeinde, bei einer Beratung vor Ort mit ihrem Stellvertreter Klaus Müller informierte. Im vorigen November waren die Ziegel von Patronatsloge und Sakristei abgenommen worden. Wie schon beim Kirchenschiff überraschte auch hier der Zustand der jahrhundertealten Dachstühle nicht unbedingt. „Diese waren nicht mehr tragfähig und mussten ersetzt werden“, so Silke Hauptvogel. Sie hat auch immer die knappen Finanzen im Blick.

Es musste ziemlich schnell eine Zimmerei gefunden werden, die noch ein paar freie Kapazitäten hat. Fündig wurde die Fachfrau bei der Gröditzer Hoch- und Ausbaufirma. Jüngst wurden die beiden Dachstühle geliefert und aufgesetzt. Auch an den Anbauten des Kirchenschiffes waren Maurer- und Putzarbeiten für eine stabile Auflage der Balken notwendig. Inzwischen hat die Dachdecker GmbH Schulze & Co aus Kölsa die Dächer passend zum Schiff eingedeckt. Die Sonne täuschte. Auf den Dächern war es zeitweise doch recht frisch und windig beim Arbeiten.

Der 3. Bauabschnitt der Kirchensanierung beinhaltet auch die Fassade und die Außenanlagen. 230 000 Euro sind nach Auskunft von Silke Hauptvogel dafür veranschlagt. Davon sind 126 000 Euro Zuwendungen des Landes aus dem Bund-/Länderprogramm „Aktive Stadtzentren“. Bevor das Gotteshaus in der Farbe des bereits fertigen Kirchturmes gestrichen wird, müsse der hässliche Graupelputz am Sockel abgeklopft und ein Glattputz aufgetragen werden. Schäden am übrigen Putz der Fassade gebe es kaum.

Kirchgarten wird umgestaltet

Dieses Jahr soll die Catharina-Kirche auf jeden Fall in frischem Farbenglanz erstrahlen. Dazu gehöre auch, dass drei Eingangstüren zum Schiff aufgearbeitet werden und eine erneuert wird. Im nächsten Jahr dann der krönende Abschluss: Das Umfeld der Kirche soll komplett umgestaltet werden. Dann wäre es geschafft. Wenn da nicht die Orgel wäre. Doch das ist schon wieder ein neues, weiteres teures Thema.

Lausitzer Rundschau, 29.03.2020