03.06.2020  –  Märkische Oderzeitung

Bilder erinnern an Kultursonntage in Pinnower Kirche

Klaus Sokol hat alle Veranstaltungen organisiert, und an jede erinnert er sich gerne: So kennt er beispielsweise die Schauspielerin  Carmen-Maja Antoni aus seinem Berufsleben als Musiker am Theater. © Foto: Heike Weißapfel

Heike Weißapfel / 03.06.2020, 12:40 Uhr Borgsdorf (OGA) Um die Pinnower Kultursonntage ist es zurzeit coronabedingt schlecht bestellt. Nichts kann stattfinden, selbst das Fest zum Ende der Renovierung am 20. September hat der Förderverein Kirche in Pinnow schon vorausschauend abgesagt. „Wir verschieben das ganze Programm in das nächste Jahr“, sagt der Vorsitzende Klaus Sokol. „Zum Glück konnte ich dafür auch die Künstler gewinnen.“ Sokol denkt da zum Beispiel an die jungen Bratschisten Jungahn Jenny Shin aus Südkorea und Gordon Kwan Hon Lau aus China, die an der Musikhochschule Hanns Eisler in Berlin studieren.

Am Sonnabend und Sonntag steht Besuchern die Kirchentür aber zwischen 14 und 17 Uhr wieder offen. Deshalb kam Sokol als Organisator aller Kultursonntage seit deren Beginn im Jahr 2004 auf die Idee, anhand der Plakate einmal an die musikalische Vielfalt und die Ausstellungen zu erinnern, die bisher stattgefunden haben.

Dabei ist Karl Lehmann immer ehrenamtlich dabei, wenn es darum geht, das jeweilige Werbeplakat zu gestalten. Insofern ist die Ausstellung ihm auch gewidmet. 22 Plakate im Din-A3-Format hat er ausgewählt. Wer damals dabei war, hat Gelegenheit, sich an die Lesung von Carmen-Maja Antoni ebenso zu erinnern wie an ein Konzert der Musikwerkstatt Eden oder der Cellisten Jürnjakob und Andreas Timm sowie die farbenprächtige Ausstellung der Arche Noah von Malschülern aus Borgsdorf.

Plangemäß wird in diesem Jahr die Innensanierung der Pinnower Kirche abgeschlossen. Schon jetzt hat Restaurator Ulrich Schneider nur noch kleinere Arbeiten zu erledigen. Auch die Mittel sind bereits vorhanden und liegen auf dem Vereinskonto. Mit der Fertigstellung hat der Verein Freunde der Pinnower Kirche seinen Daseinszweck erfüllt, sagt Klaus Sokol. Er wird sich anschließend auflösen. Dann wird es künftig ausschließlich um die Kultur in der Kirche gehen – die zu organisieren der 82-jährige Musiker Klaus Sokol auch künftig nicht müde werden will.

Märkische Oderzeitung, 03.06.2020
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