17.04.2020  –  Märkische Oderzeitung

Damelanger Kirche bekommt im Sommer eine neue Glocke

Famulus Oliver Notzke an der noch vorhandenen Glocke in der Kirche in Damelang.© Foto: B.Kraemer

Bärbel Kraemer/ 17.04.2020, 13:37 Uhr – Aktualisiert 17.04.2020, 14:22Damelang (BRAWO) Im Sommer ist es soweit. Für die Kirche in Damelang kann eine neue Glocke gegossen werden, mit der das Geläut im Kirchturm zugleich wieder vervollständigt wird.

Rund 10.000 Euro sind für den Glockenguss inklusive der Aufhängung der Glocke in der Kirche veranschlagt. Um das Projekt verwirklichen zu können, hatte die Evangelische Kirchengemeinde Golzow-Planebruch in den zurückliegenden drei Monaten Glockenanteilsscheine vergeben. Ein Anteilsschein war jeweils mit einer Spende von 100 Euro verbunden. Ende März endete die Frist für die Rückmeldungen und Famulus Oliver Notzke konnte eine positive Bilanz ziehen. Mehr als 60 Glockenanteilsscheine waren im Pfarramt Golzow eingegangen. Die Namen dieser Glockenpaten werden nach dem Guss auf der neuen Glocke verewigt. Anders als ursprünglich geplant, die neue Damelanger Kirchenglocke sollte auf dem Kreiskirchentag am 7. Juni 2020 auf dem Gelände am Brandenburger Dom gegossen werden, wird deren Geburtsstunde nun in der Glockengießerei des Wanderglockengießers Peter Glasbrenner in Schwäbisch Hall schlagen. Grund dafür ist die Absage des Kreiskirchentages aufgrund der Coronaviruspandemie. Gemeindemitglieder und interessierte Einwohner sollen dennoch Gelegenheit erhalten, dabei zu sein. Damit das große Ereignis miterlebt werden kann, soll ein Bus angemietet werden. Einen festen Termin für den Glockenguss in Schwäbisch Hall gibt es aktuell nach Aussage von Oliver Notzke noch nicht. Voraussichtlich im Juli soll es jedoch soweit sein, sodass die neue Glocke noch in diesem Jahr erklingen kann.

Die 1882 erbaute Damelanger Kirche war ursprünglich mit zwei Glocken ausgestattet. Beide stammten aus der Glockengießerei der Gebrüder Ullrich im thüringischen Apolda. Während des Ersten Weltkrieges musste die größere der beiden Glocken zu Kriegszwecken abgeliefert werden. Hinweise darauf, ob die Gemeinde für das abgelieferte Glockenmaterial eine Entschädigung erhielt, fanden sich bislang nicht in den Archiven. Die noch vorhandene Glocke wiegt nach Schätzungen des Bad Belziger Kantors Winfried Kuntz etwa 180 Kilogramm. 240 Kilogramm schwer werden, soll die neue bronzene Glockenschwester, die im Sommer gegossen wird.

Märkische Oderzeitung, 17.04.2020
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