13.01.2020  –  Märkische Allgemeine Zeitung

Einbrecher in Jühnsdorf verursachten hohen Sachschaden

Vandalismus in der Jühnsdorfer Kirche ist für großen Schaden verantwortlich. Allein die Reparatur der Orgel wird rund 10.000 Euro kosten. Ein Kreuz warfen die Täter achtlos in eine Ecke. Sie hinterließen außerdem Müll. Gestohlen wurde aber nichts.

Bei dem Einbruch in die Dorfkirche Jühnsdorf am vergangenen Wochenende haben die Einbrecher großen Sachschadenverursacht. Allein die Reparatur der Orgel dürfte an die 10.000 Euro kosten.

Kreuz wieder aufgetaucht

Wie die MAZ berichtete, waren Unbekannte in der Nacht von Freitag auf Samstag in die Jühnsdorfer Kirche eingebrochen. Dabei schlugen sie ein Fenster ein, durch das sie in die Kirche eingedrungen sind. Der zunächst gemeldete Diebstahl eines Kreuzes bestätigte sich nicht. Inzwischen wurde das Kreuz wieder gefunden. Die Täter hatten es achtlos in eine Ecke des Gotteshauses geworfen, nachdem sie in der Kirche eine „wie auch immer geartete Session abhielten“, sagte die Kantorin der Gemeinde Hanna Maria Hahn. Da die Einbrecher dort ebenfalls einiges an Müll aufgehäuft hatten, unter dem das Kreuz nicht zu sehen war, war zunächst von einem Diebstahl des Kreuzes ausgegangen worden.

Gravierende Schäden an der Orgel

Gravierend sind in jedem Fall die Schäden an der Orgel. Die Orgelpfeifen reagieren bereits auf einfache Körperwärme. Zum Teil wurden die Pfeifen um 90 Grad verbogen. „Diese Schäden sind nur durch entsprechende Fachleute zu beheben“, sagte Pfarrer Steffen Wegener gegenüber der MAZ. Die Beschädigungen müsse sich nun erstmal ein Gutachter im Detail ansehen. Für die Gemeinde war die Sanierung der historischen Remmler-Orgel bislang der größte Kraftakt. Sie kostete rund 210.000 Euro.

Zusammen mit der Reparatur des eingeschlagenen Fensters und der Kirchentür rechne er mit Schäden deutlich über 10.000 Euro. „Mir tut das besonders weh, weil ich genau diese Kirche besonders liebe“, sagte der evangelische Pfarrer.

Eingestiegen durch das Fenster

Den Spuren zufolge hatten die Täter zunächst versucht, durch die Kirchentür in das Gotteshaus einzubrechen. Als ihnen dies nicht gelang, sind sie vermutlich durch das eingeschlagene Fenster eingestiegen. Verlassen haben sie die Kirche später dann aber durch die Tür, die dabei ebenfalls beschädigt wurde. Kantorin Hahn kann trotz des Vandalismusnoch positiv denken: „Immerhin haben sie die Kerzen ausgelöscht, die sie zuvor angezündet haben. Sonst wäre wohl möglich die Kirche noch abgebrannt.“

Von Udo Böhlefeld

Märkische Allgemeine Zeitung, 13.01.2020
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