25.12.2019  –  Märkische Oderzeitung

Eine Kirche voller Kultur für Liebenwalde

Blick in das Schiff der Liebenwalder Stadt- und Kulturkirche. Die ersten Termine für das kommende Jahr hat Pfarrerin Michaela Jecht bereits im Programmheft aufgelistet.© Foto: Volkmar Ernst

Schön ist sie, die Liebenwalder Stadtkirche, und weil das so ist, da dachten sich Pfarrerin Michaela Jecht und die Gemeinde, sollten wir das Gotteshaus nicht nur zu den Gottesdiensten öffnen. Zum einen gibt es die offene Kirche, da können sich Neugierige einfach in der Kirche umsehen. Zum anderen wurde die Winterkirche neu gestaltet und wird nun als Kulturkirche genutzt – und das seit gut einem Jahr.

Die Bilanz, die Pfarrerin Michaela Jecht zieht, stimmt optimistisch. „Die Angebote werden angenommen, die Zahl der Besucher steigt  stetig. Was immer geht, das sind die großen Konzerte. Die Auftritte der Don Kosaken oder der Gregorian-Voices sind immer ausverkauft.“ Ebenso sei das Kirchenschiff gefüllt, wenn das Weihnachtskonzert anstehe. Doch auch sonst sei festzustellen, dass die Zahl der Besucher kontinuierlich steige. Im Durchschnitt kommen 30 bis 60. Ebenso schön sei, dass sich umgekehrt auch bei den Künstlern inzwischen herumgesprochen habe, dass es in Liebenwalde die Kulturkirche gebe. „Wir haben auch schon für das kommende Jahr Zusagen, dass Künstler wiederkommen wollen“, sagt die Pfarrerin und freut sich.

Mehr und mehr angenommen werde auch das Angebot von Lesungen und Vorträgen. Was gut gehe, das seien Reportagen über Reisen in ferne Länder oder wenn es um die Heimatgeschichte gehe. Sogar eine Informationsveranstaltung über einheimische Kräuter sei gut angekommen, erzählt sie. Deshalb lautet ihr Fazit: „Die Kulturkirche einzurichten, war eine gute Idee.“ Nun gehe es darum, das Angebot weiter auszubauen. Ein Hindernis dabei sind allerdings die 2020 weiter anstehenden Sanierungsarbeiten im Kirchenschiff. Denn das soll neu gestaltet werden. Dann wird auch die Apsis wieder ihre Originalausmalung mit dem Sternenhimmel zurückerhalten. Von Nachteil ist, dass dafür im Kircheninneren ein Gerüst aufgebaut werden muss und die Kirche für Veranstaltungen nur teilweise nutzbar sein wird. „Wir müssen sehen, wie wir damit umgehen. Natürlich steht die Sicherheit der Kirchenbesucher an erster Stelle. Insofern werden wir mit unseren Angeboten auf die Winterkirche ausweichen müssen. Aber Lesungen können theoretisch auch im Gemeindehaus angeboten werden“, so die Überlegungen der Pfarrerin.

Als feste Termine für das kommende Jahr stehen unter anderem das Konzert mit Uli Kirsch, der Ende März sein Publikum mit irischer Folkmusik zu einem Besuch auf der grünen Insel einladen will. Für die kleinen Kirchenbesucher wird „Clown Leo“ die Schöpfungsgeschichte im Mai kindgerecht präsentieren und mit allerlei Komik und Musik zum Sehen, Hören und vor allem Mitmachen einladen.

Märkische Oderzeitung, 25.12.2019
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Eine Kirche voller Kultur für Liebenwalde 25.12.2019 · Märkische Oderzeitung