20.11.2019  –  Märkische Allgemeine Zeitung

Ferchesar: Ein Dorf rückt zusammen

Der Bau eines kleinen Platzes vor der Dorfkirche hat die Menschen im Dorf am Hohennauener See zusammengeführt. Das ist der Eindruck von Mattes Mustroph. Ferschesar hat jetzt einen Dorf-Treffpunkt.

Damit die angrenzende Rasensaat geschützt aufgehen kann, ist der neue Gemeinschaftstreff in der Dorfmitte von Ferchesar noch mit einem Bauband gesichert. Alles andere ist schon erledigt.

Hoher Freizeiteinsatz

Die eigentliche Platzgestaltung ist abgeschlossen. Dafür haben in den letzten Wochen auf der Spitze des Platzes vor der Dorfkirche Helfer aus Vereinen und aus dem Ort fleißig gearbeitet. Über 55 Stunden waren sie im Freizeiteinsatz.

Sechs Meter

Irving Börner hat auch mitgeholfen und übernahm mit seiner Baufirma die notwendigen Pflasterarbeiten. Der neue Gemeinschaftstreff unter freiem Himmel und in dörflicher Atmosphäre ist ein gepflastertes Sechseck mit sechs Meter Durchmesser.

Die Kirche überragt die Szene. Quelle: Norbert Stein  

Fünf Bänke laden zum Verweilen ein. Eine Feuerstelle und ein Grill sollen noch hinzu kommen – ebenso Infostelen zur Dorfgeschichte. Der neue Treff habe seinen Namen „Gemeinschaft“ redlich verdient, sagt Matthes Mustroph, Vorsitzender des Fördervereins DorfkircheFerchesar.

Über die Generationen

Der Grund dafür sei, so Mustroph: „Zur Umsetzung des Projekts haben viele ehrenamtliche Akteure aus den örtlichen Vereinen und Helfer aus dem Dorf mitgewirkt.“ Zunächst bildeten die Kirchenakteure, Feuerwehrleute, Angler, Sänger, Heimatfreunde, Ortsbeirat und weitere Mitwirkende eine Arbeitsgemeinschaft und erörterten Ideen zur Gestaltung und Umsetzung eines generationsübergreifenden Treffs in der Dorfmitte.

Die EU hilft

Daraus entwickelten sie ein Konzept, das auch die Leader Arbeitsgemeinschaft Havelland überzeugte. So konnten die Ferchesarer Vereine für das Vorhaben einen Antrag auf finanzielle Unterstützung aus dem Leader-Förderprogramm für Kleininvestitionen stellen.

Matthes Mustroph, Vorsitzender des Fördervereins zum Erhalt der Kirche Ferchesar (Havelland), zeigt den Schnitzaltar als besondere Kostbarkeit des dörflichen Gotteshauses. Quelle: Norbert Stein  

Das hatte Erfolg und so bewilligte das Landwirtschaftsministeriumrund 2000 Euro für den generationsübergreifenden Gemeinschaftstreffin Ferchesar. Die Eigenmittel wurden in Form von Arbeitsstunden am Projekt beigesteuert. Nutznießer sollen alle Einwohner und Besucher des Dorfes sein.

Einige Beispiele

Matthes Mustroph nennt Beispiele: „Die Feuerwehr könnte nach getaner Arbeitet den Tag auf dem Gemeinschaftstreff ausklingen lassen oder Radfahrer eine Pause einlegen. Mütter mit ihren Kindern könnten zum Gemeinschaftstreff kommen, auch der Heimatchor nach seinen Proben. Kinder und Jugendliche könnten bei Vorleseabenden an der Feuerschale auch die idyllische Seite ihres Heimatdorfes kennen lernen.“

Alles koordiniert

Auch der Kirchenförderverein werde den Gemeinschaftstreff nutzen. Das Projekt habe zudem die Vereine und Menschen im Dorf zusammen zucken lassen, sagt Mustroph. Bei ihm liefen die Fäden für das Gemeinschaftsprojekt zusammen.

Märkische Allgemeine Zeitung, 20.11.2019
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