11.08.2019  –  Märkische Allgemeine Zeitung

Festgottesdienst zum Abschluss der Kirchensanierung in Ferchesar

Mit einem Festgottesdienst haben die Ferchesarer den Abschluss des 2. Bauabschnitts bei der Sanierung der Kirche gefeiert. Über eine halbe Million flossen in die Erneuerung des Gotteshauses.

Superintendent Thomas Tutzschke hielt die Festpredigt. Quelle: Norbert Stein

Hannah Seefeld spielte die Orgel. Der Heimatchor Ferchesarsang „Lobe den Herren“. Matthes Mustroph, Vorsitzender des Fördervereins zur Erhaltung der Dorfkirche Ferchesar, sprach von einem „Ort der Ehre“.

Großer Andrang im Gotteshaus

Einwohner, Mitglieder benachbarter Fördervereine, Handwerker und weitere Gäste hatten sich am Freitagabend zu einem besonderen Anlass in das Gotteshaus von Ferchesar begeben. Die Evangelische Reformationsgemeinde Westhavelland und der Kirchenförderverein hatten eingeladen zum festlichen Abschluss des 2. Bauabschnitts bei der Sanierung der Kirche.

Gemeindepfarrer Stefan Huth führte durch den Festgottesdienst. Der Superintendent des Kirchenkreises Nauen-Rathenow, Thomas Tutzschke, war gekommen und hielt die Festpredigt. Er würdigte die Sanierungsarbeiten als ein äußerst gelungenes Werk mit einer schönen farblichen Gestaltung des Kirchenraums.

Festpredigt vom Superintendent

„Die Kirche steht mitten im Dorf und im Leben seiner Einwohner“, sagte Tutzschke. Er ermutigte die Kirchengemeinde und den Förderverein, die nunmehr sanierte Kirche auch weiterhin für kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen zu nutzen. Die Kirche solle nach Abschluss der Arbeiten nun erst recht ein offenes Haus sein, ein Haus des Glaubens und der Kultur.

Nach dem Festgottesdienst saßen die Besucher vor der Kirche gemütlich zusammen und führten anregende Gespräche. Quelle: Norbert Stein

Mit dem Festgottesdienst feierte das Dorf den Abschluss der wesentlichen Arbeiten zur Sanierung der Kirche, mit deren ersten Vorbereitungen vor rund zehn Jahren begonnen wurde. 

Saniert wurde die Kirche in zwei Bauabschnitten für insgesamt rund 570 000 Euro, finanziert mit Hilfe von Fördermitteln der EU, des Bundes und des Landes. Kirchenkreis und Kirchengemeinde gaben Geld zur Absicherung der Eigenanteile. Auch der Förderverein beteiligte sich an der Finanzierung und half bei Arbeiten tatkräftig mit. 

Dank an alle Beteiligten

Im zweiten Bauabschnitt wurden für 120 000 Euro die Mauerwerksflächen unterhalb des Gesimses überarbeitet, der Stuckputz an den Fensterfassaden erneuert, die Kirche im Inneren mit neuer Farbe gestrichen und weitere Arbeiten ausgeführt. 

Klaus Schmidt, der als Architekt die Bauarbeiten begleitete, zeigte beim Festgottesdienst Fotos von Kirchenelementen vor und nach der Sanierung. 

Der Vorsitzende der Kirchengemeinde, Andreas Tutzschke, und der Förderverein dankten den Handwerken für die geleistete Arbeit sowie der LAG Havelland, dem Förderkreis Alte Kirchen Berlin Brandenburg, dem Denkmalschutz und weiteren Akteuren für die Unterstützung. 

Von Norbert Stein

Märkische Allgemeine Zeitung, 11.08.2019
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