10.08.2020  –  Märkische Allgemeine Zeitung

Granzower feiern ihre Kirche und hoffen auf baldige Sanierung

Beim jährlichen Kirchenfest in Granzow ging es auch um notwendige Arbeiten am Gotteshaus. Es hat Sanierungsbedarf an Turm, Dach und Altar. Förderanträge für Sanierungsarbeiten sollen 2021 gestellt werden.

Einmal im Jahr wird in Granzow das Kirchenfest gefeiert. Dabei gab es Musik und den neuesten Stand zur Kirchensanierung. Quelle: privat

„Die Granzower haben ein tolles Fest auf die Beine gestellt.“ Pfarrer Daniel Feldmann lobt die kleine Kirchengemeinde in der Gemeinde Gumtow mit ihren 28 Kirchenmitgliedern für ihr Engagement. Sie trafen sich am Sonntagnachmittag erst in der Kirche zur Andacht mit einem Konzert von Kathleen Kerbs und dann im Freien an der Kaffeetafel. „Wenn es nicht so heiß gewesen wäre, dann wären sicher noch mehr Gäste gekommen“, ist sich Feldmann sicher. Aber ist auch so zufrieden gewesen mit der Besucherzahl. Es waren nicht nur Kirchenmitglieder gekommen. Und zu den Organisatoren gehören ebenfalls Granzower, die kein Mitglied der Kirche sind.

Einmal im Jahr wird die Granzower Kirche gefeiert

Einmal im Jahr gibt es das Kirchenfest in Granzow. Daneben werden kleinere Höhepunkte organisiert wie zum Beispiel ein Konzert und das Adventssingen. „So kommen wir auf zwei bis drei Veranstaltungen pro Jahr in der doch relativ kleinen Kirchengemeinde“, freut sich Feldmann.

Er hat einen Traum. Der Pfarrer hofft, dass bis zum Jahr 20 die Granzower Kirche saniert werden kann. „Hier muss dringend etwas passieren“, sagt er und meint damit das Dach und den Turm. Das Problem an der Dachkonstruktion ist der sich neigende Ostgiebel. Es sei bereits versucht worden, ihn zu versteifen. Derzeit hält die Statik, aber es müsse in naher Zukunft dringend etwas geschehen, so Feldmann. Das gilt ebenso für den Turm, in den unter anderem in der Vergangenheit Nässe eingedrungen ist.

Sanierungskonzept wird erstellt

„Wir erstellen derzeit ein Sanierungskonzept für die Arbeiten“, war vom Pfarrer zu erfahren. Er hofft, im kommenden Jahr Fördermittelanträge stellen zu können, die dann eventuell im Jahr 2022 fließen könnten. Im Jahr 2008 wurde bereits ein Sanierungskonzept erstellt, welches jetzt überarbeitet werden soll. Bestandteil der Arbeiten ist auch der Kanzelaltar der Kirche. Auch für das Update des Sanierungskonzeptes hofft Feldmann auf Fördergeld. Jedoch sei im Augenblick wegen Corona nicht abzusehen, wie es wirtschaftlich bei der Landeskirche weiter geht. Feldmann geht deshalb davon aus, dass wenn gebaut wird, das in kleineren Abschnitten scheibchenweise passiert. „So könnten wir die drei Baustellen in der Kirche hinbekommen“, so der Pfarrer.

Arbeiten an der Uhr im Jahr 2016

Zuletzt gab es Arbeiten an der Granzower Kirchturmuhr. Das war im Jahr 2016. Damals wurde die Uhr 100 Jahre. Zum Jubiläum wurde das Uhrwerk komplett erneuert. Die Uhr bekam außerdem ein neues Zifferblatt und neue Zeiger. Eine Berliner Glockenbaufirma erledigte die Arbeiten und gab der Kirchturmuhr auch eine neue Unterkonstruktion. Das alles war damals nur möglich, weil die Granzower Spenden gesammelt hatten.

Die Kirche ist ein kleiner, flachgedeckter Saalbau aus Feldsteinen, der Anfang des 14. Jahrhunderts entstand. Das Gotteshaus hat über dem Westgiebel einen mit Schiefer bedeckten Dachturm, der aus dem Jahr 1868 stammt. Außerdem gibt es eine neugotische Südvorhalle in Backsteinbauweise.

Von Sandra Bels

Märkische Allgemeine Zeitung, 10.08.2020
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