06.08.2020  –  Lausitzer Rundschau

Großräschener Kirche wartet auf die Restaurierung

In der Kirche Sankt Magdalena am Markt muss der Altar-Raum restauriert werden. Noch fehlt es an Geld – das liegt auch an den Auflagen des Amts für Denkmalpflege.

06. August 2020, 12:02 Uhr•Großräschen
Von Sophie-Marie Erxmeyer

Die evangelische Kirche am Großräschener Marktplatz soll einen neu gestalteten Altarraum bekommen.

In diesem Jahr feiert die Großräschener Kirche Sankt Magdalena am Markt ihr 400. Jubiläum. So richtig herausgeputzt ist sie dafür nicht: Nach einem Wasserschaden muss die Wand-Gestaltung des Altar-Raums erneuert werden. Außerdem möchte die Gemeinde sich einen neuen Altar gönnen. Es fehlt nur eins: das Geld. „Die Gemeinde muss die finanziellen Mittel letztlich selbst aufbringen“, sagt Holger Stroisch. Er ist Mitglied des Gemeindekirchenrats, sitzt im Bauausschuss der Kirchengemeinde. Mit Fördermitteln sieht es eher schlecht aus. Vor allem, was den Altar angeht. Zusammengekommen sind bisher immerhin schon über 5000 Euro an Spenden. Die werden für die Untersuchungsarbeiten durch eine Restauratorin benötigt – eine Auflage des Amts für Denkmalpflege.

Finanzierung des neuen Altars ist noch nicht gesichert

Die Restauratorin soll die verschiedenen Farbschichten an den Wänden der Kirche dokumentieren. Erst wenn sie ihre Arbeiten abgeschlossen hat, können die Wände des Altar-Raums neu gestaltet werden. Und die sollen sich stark verändern: „Die Ausmalung ist jetzt kunterbunt“, sagt Stroisch, „In Zukunft soll das stimmiger werden.“ Ein Teil der Kosten kann bereits durch gesammelte Spenden abgedeckt werden – aber es reicht noch nicht ganz.Unsicher ist bisher auch, ob genug Geld für den neue Altar zusammenkommen wird. Ein schlichter Steinaltar soll die derzeitige Stahlkonstruktion mit Holzplatte aus den 1970ern ersetzen. Damals war die Kirche zum bisher letzten Mal restauriert worden. Im Zuge der Arbeiten wurde auf Wunsch des Kirchenamtes der ursprüngliche Altar der Kirche entfernt. „Der Altar ist ein wesentlicher Ort in der Kirche“, sagt Gemeindekirchenrat Stroisch. Deshalb soll er jetzt schöner werden. Eine Kostenschätzung für das Projekt liegt noch nicht vor.

Ein neuer Zaun rund um die Großräschener Kirche müsste mal her

Die Restaurierungsarbeiten sollen noch Ende des Jahres beginnen. Weitere Bauvorhaben sind bisher nicht geplant – zumindest keine größeren. Der Zaun um die Kirche müsse mal erneuert werden, sagt Stroisch. Mehr nicht. „Gott sei Dank!“, sagt er.Die Kirchengemeinde von Sankt Magdalena am Markt deckt das Stadtgebiet von Großräschen, sowie Dörrwalde ab. Sie zählt derzeit 700 Mitglieder. Es seien schon mal mehr gewesen, sagt Stroisch. Mittlerweile macht sich der demographische Wandel auch in Großräschen bemerkbar. Da sei eine attraktive Kirche wichtiger denn je – um die junge Generation anzusprechen.

Lausitzer Rundschau, 06.08.2020
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