06.05.2019  –  Märkische Oderzeitung

Harnekop – Junge Stimmen und alte Bilder

AUF EINLADUNG DES FÖRDERVEREINS FEIERTEN AM SONNABEND ERNEUT ZAHLREICHE GÄSTE RUND UM DIE HARNEKOPER KIRCHE.

Mit der alten Kirchenansicht vor der Kirche: Ortschronist Hans-Jobst Liebich, Wolfgang Manthei und Siegfried Drenske mit dem Nachdruck derhistorischen Postkarte (wohl zwischen 1920 und 1935), die einigen Stoff für Rätseln und Diskussionen liefert.© Foto: Thomas Berger

Harnekop (MOZ) Harnekop feiert in den Frühling – obwohl das Wetter gerade am Sonntagvormittag nicht ganz jahreszeitgemäß war, sondern das Thermometer schon Mühe hatte, die Zehn-Grad-Marke zu erklimmen, hatten sich auf Einladung des Fördervereins Dorfkirche bereits zur Andacht etliche Besucher eingefunden hatten. Dieser besinnliche Auftakt zum Frühlingsfest hat ebenso wie die gesamte Aktion nun schon Tradition. Und die Gebetskerzen, die zum Ende hin am Altarlicht entzündet worden waren, standen noch eine kleine Weile länger in der schiffsförmigen Schale. Da hatten sich draußen die meisten schon längst am großen Topf mit dem heißen Hirschgulasch versammelt. Oder aber im Zelt bei Kaffee und Kuchen. Oder die jüngsten Festgäste bei der von Familie Schimanek betreuten kleinen Bastelstraße, wo diesmal Holzfiguren in Form von Blumen, Schmetterlingen oder Katzen farbig bemalt werden konnten. Nur Knut Muderack im Eiswagen musste noch etwas länger warten, bis schließlich bei sich durchkämpfender Sonne die ersten auch bei seinen kalten Köstlichkeiten zugriffen. „Vor einer Woche, als wir in Neuenhagen standen, war da noch ein ganz anderer Ansturm“, erzählte er.

Ein Eis, aber zuvor eine warme Grillwurst vorneweg durften sich auch die Kruger Spatzen holen, die einmal mehr die Frühlingsfest-Gäste mit einem bunten Strauß jahreszeitlich passender Lieder erfreut hatten. Ein oder zwei Titel mochten als beliebteste Stücke der Mädchen und Jungen schon aus den Vorjahren bekannt sein und luden so zum Mitsingen ein, anderes war neu ins stetig wechselnde Programm aufgenommen worden.

Der Förderverein hat derweil in Zusammenarbeit mit der Stephanusstiftung eine alte Ansicht der Dorfkirche von einer Postkarte als Nachdruck herausgebracht. Das Gittertor ist das gleiche wie noch heute, verschwunden sind aber die alten Pappeln. „Spätestens 1935 aufgenommen“, kann Ortschronist Hans-Jobst Liebich sagen. Denn damals, kurz vor dem 100. Geburtstag des Gutsherrn Generalfeldmarschall von Haeseler im Folgejahr, wurde die Treppe ergänzt. Und Harnekop schrieb sich seinerzeit noch mit einem C in der Mitte, zeigt die Karte.

Lieder zum Zuhören und Mitsingen: Erneut sorgten auch die Kruger Spatzen mit ihrem Auftritt für viel Freude und tosenden Applaus.© Foto: Thomas Berger
Märkische Oderzeitung, 06.05.2019
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