26.12.2019  –  Märkische Oderzeitung

Kein Freier Blick zum Fest in Kagel

Noch eingerüstet: Die Arbeiten am Kirchendach dauern länger.© Foto: Anke Beißer

Eigentlich war es der Plan, dass der Kageler Kirchturm die Besucher an Heiligabend  wieder ohne Gerüst begrüßt. Laut Objektplanerin Solveig Zimmer stehen aber noch Arbeiten des Dachdeckers aus, die erst Mitte Januar erfolgen werden. Die Schallluken müssen erneuert, der Schiefer befestigt werden. „Also bleiben Turm und Westfassade noch eingerüstet.“ Was die Kageler jedoch erfreuen wird, die Glocken werden zum Gottesdienst mit Krippenspiel, der um 17 Uhr unter Mitwirkung von 20 Kindern beginnt, läuten.

Das Mauerwerk von Turm und Westfassade jedenfalls ist für die kommenden Jahre erst einmal wieder gewappnet. In mühevoller Kleinarbeit haben Maurer einer Müncheberger Firma alle desolaten Fugen erneuert, allzu kaputte Steine ausgewechselt. Für die Sanierung lagen 85 000 Euro bereit. Der Großteil, nämlich 70 000 Euro, stammt aus Fördermitteln des Landes Brandenburg sowie der Landeskirche Berlin-Brandenburg. Den Rest bringt die Kirchengemeinde auf. Dabei spielt der Förderverein Dorfkirche Kagel eine wichtige Rolle. In diversen Aktionen hat er mit seinen derzeit 27 Mitgliedern fleißig Spenden gesammelt.

„Jetzt hoffen wir, dass auch der zweite Bauabschnitt kommt“, sagt Vereinsvorsitzender Kurt Paul. Denn das Kirchenschiff benötigt ebenfalls eine Verjüngungskur. „Das Mauerwerk muss saniert, das Schieferdach repariert und die Fenster sollen vergittert werden. Letzteres ist bisher nur bei der unteren Reihe der Fall“, sagt Paul. Die Denkmalbehörde hatte bisher dagegen votiert. „Ich habe jetzt aber in alten Aufzeichnungen gefunden, dass sie von Anfang an vergittert waren.“

Märkische Oderzeitung, 26.12.2019
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