19.02.2020  –  Lausitzer Rundschau

Landesamt für Denkmalpflege hofft auf mehr Geld

Das Landesamt für Denkmalpflege und das Archäologische Landesmuseum hoffen auf mehr Geld für die Denkmalpflege aus dem Brandenburger Haushalt. Rund 2,5 Millionen Euro wurden 2019 für die Sicherung, Restaurierung und Konservierung von Denkmalen zur Verfügung gestellt, wie beide Institutionen am Mittwoch auf ihrer Jahrespressekonferenz in Berlin mitteilten. Der aus den eingegangenen Förderanträgen errechnete Bedarf sei aber viermal so hoch.

Im Bundes- und Landes-Förderprogramm für national bedeutende Denkmale konnten fünf laufende Projekte, darunter die Wunderblutkirche in Bad Wilsnack (Prignitz) und die Kirche St. Nikolai in Jüterbog (Teltow-Fläming), unterstützt werden. 2019 kam die Papierfabrik in Hohenofen (Ostprignitz-Ruppin) erstmals in den Genuss des Fördertopfes. Dennoch fehle auch bei den nationalen bedeutenden Denkmälern Geld.

Fortgesetzt wurde 2019 mit mehr als 2,3 Millionen Euro auch das Denkmalschutz-Sonderprogramm der Bundeskulturbeauftragten. 20 Projekte – doppelt so viele wie im Vorjahr – erhielten Finanzspritzen. So konnten etwa zwei Orgeln, ein Hochaltar sowie der Rathausturm in Spremberg (Spree-Neiße) in Stand gesetzt werden.

Es drohen aber auch Denkmal-Verluste: Der Altar in der Katharinenkirche in Brandenburg an der Havel ist dringend sanierungsbedürftig. Auch das Herrenhaus in Ragow (Dahme-Spreewald) droht wegen Sturmschäden, Vandalismus und Diebstahl zu verfallen.

In Brandenburg gab es im vergangenen Jahr genau 13.877 Denkmale.

Lausitzer Rundschau, 19.02.2020