28.08.2019  –  Lausitzer Rundschau

Lebusaer Orgel wird in Einzelteile zerlegt und umfassend gereinigt

Thomas Hettwer vom Vorstand der Sparkasse Elbe-Elster (r.) hat einen wichtigen finanziellen „Baustein“ zur anstehenden Orgelsanierung in Lebusa mitgebracht, worüber sich Pfarrer und Organist Ingolf Walther sehr freut.

Sie ist einfach wieder mal dran: die gründliche Reinigung der Lebusaer Silbermann-Orgel. Das Geld dafür ist beisammen. Im November steht das große Putzen auf dem Plan. Von Sylvia Kunze

Ingolf Walther, für die Lebusaer Kirche der verantwortliche Pfarrer und selbst passionierter Orgelspieler, kann es kaum noch erwarten, dass die große Reinigung des Instruments beginnt. „Der Staub der vielen Jahre, der sich in den Pfeifen gesammelt hat, verstimmt die Orgel“, berichtet er und ergänzt: „Jedes Neustimmen belastet die Pfeifen. Jetzt ist ein Stadium erreicht, wo man ihnen weiteres Nachstimmen deshalb nicht mehr zumuten kann. Deshalb ist die Reinigung, die ohnehin alle 25 bis 30 Jahre ausgeführt werden sollte, jetzt nötig.“

Wie Walther berichtet, wird aber noch ein wenig mehr gemacht werden müssen, als bloßes Putzen. So sei auch das Leder angegriffen, was eine Ledersanierung nötig mache. „Das Leder beginnt an den Pfeifen zu fressen“, beschreibt er den unschönen Prozess, der sich seiner Meinung nach womöglich auf das Austreten von Gerbsäure aus dem Leder zurückführen lasse.

Mit einer symbolischen Scheckübergabe in Höhe von 3000 Euro durch Thomas Hettwer vom Vorstand der Sparkasse Elbe-Elster ist nun auch die Finanzierung des Vorhabens geklärt. Rund 10 000 Euro sind gesamt für die anstehenden Arbeiten veranschlagt. 4500 Euro Eigenanteil hält die Kirchengemeinde bereit. Die noch ausstehende Differenz hofft Walther mit Spenden decken zu können. 1000 Euro habe ein großzügiger Mensch bereits beigesteuert. Eine zweite Spende in ähnlicher Höhe sei in Aussicht gestellt, berichtet der Pfarrer.

Im November soll die Reinigung durchgeführt werden. Die Zeit zwischen dem 4. und 16. November ist dafür schon reserviert. „Es müssen alle Pfeifen ausgebaut und gereinigt werden. Die Orgel selbst wird dabei auch gleich mit einer Reinigung unterzogen. Und dann sind da noch die Lederteile zu ersetzen“, zählt Walther den Umfang der Arbeiten, die alle substanzerhaltende Maßnahmen darstellen, auf. Eine Dresdener Firma, die vor einigen Jahren auch schon das Instrument in der Lebusaer Kirche restauriert hat und seitdem betreut, wird sich dem Vorhaben widmen, „damit wir dieses wunderschöne, klangvolle Instrument auch für kommende Generationen erhalten können“, so Ingolf Walther.

Lausitzer Rundschau, 28.08.2019
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