15.12.2018  –  MOZ.de

Letzte Etappe zur Kirchensanierung (Rüdnitz)

HEIZUNGSEINBAU IM RüDNITZER GOTTESHAUS / PROJEKTCHOR MIT ORCHESTER UND SOLISTEN FüHRT WEIHNACHTSORATORIUM IN BIESENTHAL AUF

Denkmalschutz

Letzte Etappe zur Kirchensanierung

Olav Schröder

Rüdnitz/Biesenthal (MOZ) Seit 2015 läuft die Sanierung der Rüdnitzer Dorfkirche (Dorfkirche des Monats Dezember 2015) in mehreren Bauabschnitten. Einige Arbeiten stehen noch im kommenden Jahr an. Mit dem dann fünften Abschnitt sind sie dann komplett abgeschlossen.

Beratung im neu gestalteten Altarraum: Malermeister Nick Hübner, Architektin Bettina Krassuski und Pfarrer Christoph Brust (v.l.) besprechen die weiteren Arbeiten.
© Foto: Olav Schröder

Nach der Sanierung des Kirchturms und des Hauptschiffes einschließlich des Dachstuhls, der Eindeckung und der Fassade, erfolgten zuletzt weitere Arbeiten im Innenbereich. Vor allem mit der Neugestaltung des Fußbodens hat der Kirchenraum wieder ein einheitliches Aussehen erhalten. Tatsächlich „neu“ ist der Boden allerdings nicht vollständig. Die quadratischen historischen Steine, die noch vorhanden waren, sind wieder verlegt worden. „Und zwar so, dass sie die früheren Gänge zwischen dem Gestühl markieren“, berichtet Pfarrer Christoph Bruch. Die Backsteine dazwischen seien zwar neu angefertigt worden, sie wurden jedoch auch nach dem historischem Format gebrannt. Auch die Deckenbemalung – Holzbalken, die teilweise vom Schwamm befallen waren, mussten ausgetauscht – ist abgeschlossen. Bauherr ist die Rüdnitzer Kirchengemeinde. Bislang belaufen sich die Baukosten auf rund 670 000 Euro.

Im Frühjahr und Sommer wird bei geeigneterer Witterung die Ausmalung ebenfalls in Abstimmung mit dem Denkmalschutz fortgesetzt. An den Innenwänden sind noch ganz vereinzelt Reste von Farbmustern zu sehen. Wie Architektin Bettina Krassuski sagt, stammen die Ornamente aus dem 19. Jahrhundert und sind somit erst nachträglich aufgebracht worden. Sie werden daher nicht rekonstruiert. Vielmehr soll der Innenraum seinen eher sachlichen, aber authentischen Gesamtcharakter erhalten. Entsprechend werden auch die Holzeinbauten, insbesondere die Empore, noch gestrichen. Außerdem wird die Kirche mit einer Heizung ausgestattet und die Treppe erneuert.

Gegenwärtig wird der Raum unter der Empore durch eine nachträglich eingezogene hölzerne Fensterwand abgetrennt. Der so gewonnene Extraraum bleibe erhalten, sagt Pfarrer Brust. Allerdings werde sie durch eine modernere Glaswand zum Öffnen ersetzt. Auch der Fußboden wird noch bis unter die Empore verlängert.

Wie bei den bisherigen Bauabschnitten wird die Gemeinde Rüdnitz auch den vierten Abschnitt fördern. Am Donnerstagabend bewilligte die Gemeindevertretung einen Antrag der Kirchengemeinde einstimmig. Unterstützt wird der Abschluss der Sanierung mit 6000 Euro, etwa zehn Prozent der noch zu erwartenden Kosten.

Zu einem besonderen musikalischen Ereignis lädt die Kirchengemeinde am 3. Advent in diesem Fall nicht in die Rüdnitzer, sondern in die Biesenthaler Evangelische Kirche ein. Am Sonntag werden dort um 17 Uhr die Kantaten 1 bis III des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach aufgeführt. Hierfür wurde ein Projektchor mit Sängern aus Biesenthal, Lobetal und weiteren Orten aus dem Landkreis Barnim unter Leitung von Daniel Pienkny gebildet. Als Orchester und Solisten haben sich Musiker aus dem Barnim, aus Berlin und Bielefeld zusammen gefunden.

Veranstalter des Konzerts sind die Stadt Biesenthal, die Evangelische Kirchengemeinde Biesenthal und die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal. Der Eintritt ist trotz der hohen Aufführungskosten frei.

MOZ.de, 15.12.2018
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