13.05.2020  –  Märkische Allgemeine Zeitung

Neuendorfer Kirchturmuhr hat neue Zeiger

Feuerverzinkt und besser sichtbar sind die neuen Zeiger der Turmuhr der Neuendorfer Kirche. Dass den Neuendorfern wieder die Stunde schlägt, ist dem Tüftler Eckhard Lehmann aus Brück zu verdanken.

Eckhard Lehmann montiert die Zeiger der Neuendorfer Kirchturmuhr. Dirk Brauer hält den Zeiger von innen fest.

Gut zu sehen sind nun die neuen Zeiger der Kirchturmuhr in Neuendorf (Brück). Die alten Zeiger hatten nicht die richtigen Proportionen, erklärt Turmuhrexperte Eckhard Lehmann aus Brück in einem Youtube-Video. Dort erfährt man auch, dass Lehmann bereits 2008 die Uhr repariert und das Ziffernblatt neu gemacht hat.

„Als die Zeiger dran waren, habe ich von unten gemerkt, dass sie viel zu klein sind“, sagt Eckhard Lehmann. Doch das Problem ist nun mit den neuen, größeren und feuerverzinkten Zeigern behoben. Zusammen mit Kirchenratmitglied Dirk Brauer aus Neuendorf hat Eckhard Lehmann die Kirchenturmuhr an den sanierten Turm montiert.

Neuendorfer Gotteshaus soll zur „Eselpilgerlichtkirche“ werden

Schon vor Jahren hat Tüftler Eckhard Lehmann mit viel Liebe zum Detail und in mühevoller Kleinarbeit die Turmuhr der Brücker Lambertuskirche saniert. Ihm ist es auch zu verdanken, dass die Uhr sich selbst aufzieht und über eine Funksteuerung immer die korrekte Zeit anzeigt. Als 2015 ein Blitzschlag die gesamte Technik der Kirchenturmuhr vernichtete, half der Rentner aus.

An dem Neuendorfer Gotteshaus finden umfassende Bauarbeiten statt. Durch die Baumaßnahmen soll die Kirche nicht nur erhalten, sondern zu einer „Eselpilgerlichtkirche“ werden. „Es soll eine Hightech-Kirche entstehen, in der man mit modernen Mitteln Andacht feiern kann“, erklärt Pfarrer Helmut Kautz.

Kirchentür kann mit einem Smartphone geöffnet werden

So soll sich beispielsweise die Kirchentür über eine App öffnen lassen können, sagt der Geistliche weiter. Den Innenraum der Neuendorfer Kirche kann der Besucher entsprechend seiner Stimmung selbst gestalten. „Wir wollen da so viel Hightech, aber auch so viel Historisches wie möglich erhalten. Man kann eine Kerze anzünden oder mit einer App die ganze Lichtstimmung in der Kirche einstellen, sich eine Predigt anhören oder die Orgel zum Spielen bringen“, schwärmt Pfarrer Helmut Kautz.

Bei alle den umfangreichen Arbeiten am und im Gotteshaus spielt das Thema Tierschutz eine große Rolle. Im Glockenturm musste man die Schallluken unangetastet lassen, da die Mopsfledermäuse bei ihren jährlichen Besuchen den Einflugschlitz der Luken am Geruch erkennen. „Dieser dient nun wieder als Einflugschneise“, erklärt Kautz. Auch an den Turmfalken wurden gedacht, da die Konfirmanden einen Ausweichnistkasten gebaut haben.

Von Johanna Uminski

Märkische Allgemeine Zeitung, 13.05.2020
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