17.11.2020  –  Märkische Allgemeine Zeitung

Rathenow: Krippenausstellung in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche

Heinz-Walter Knackmuß, Vorsitzender des Förderkreises der Sankt-Marien-Andreas-Kirche, wird auch im Corona-Jahr ab dem 1. Advent seine Weihnachtskrippenausstellung zeigen. Er hat diesmal 83 Krippen ausgewählt.

Selbst die Corona-Maßnahmen können Heinz-Walter Knackmuß nicht davon abhalten, die alljährliche Ausstellung seiner Weihnachtskrippen in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche Rathenow zu zeigen. Kirchen sind von den Eindämmungsvorschriften bislang nicht betroffen. Am Sonnabend, dem 28. November, soll um 14 Uhr die neue Ausstellung im Chorraum eröffnet werden.

Weihnachtskrippen der Ausstellung in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche.

Heinz-Walter Knackmuß zeigt 83 Stücke ab 1. Advent.

Heinz-Walter Knackmuß, der Vorsitzende des Förderkreises zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche, weist darauf hin, dass die Präsentation im Rahmen einer Andacht mit Pfarrer Andreas Buchholz eröffnet wird. Wer dazu kommen wolle, könne das gerne tun. Gemeinsam gesungen werden dürfe wegen der Corona-Maßnahmennicht. Musikalisch umrahmt werde die Andacht von Hans-Martin Ermisch und Magdalena Buchholz.

Er sei gar kein Sammler, betont Heinz-Walter Knackmuß immer wieder. Trotzdem hat er im Laufe der Jahre mehr als 100 Weihnachtskrippen zusammengetragen. 83 von diesen will er in diesem Jahr zeigen. Die Eröffnung erfolgt traditionell am Tag vor dem 1. Advent.

Krippen aus aller Welt

„Die Krippen aus aller Welt erzählen die Geschichte der Geburt von Jesus Christus unter widrigen Umständen in einem Stall“, erklärt Heinz-Walter Knackmuß, „die Mutter musste das Neugeborene in einer Krippe ablegen, weil nirgendwo sonst Platz war.“ Überall auf der Welt, wo Christen leben, sei es üblich, Weihnachtskrippen anzufertigen. Eines seiner wertvollsten Stücke ist eine Perlmutt-Krippe aus Bethlehem. Er besitzt auch welche aus Porzellan, Keramik und Holz.

Es war 1996 im Gründungsjahr des Förderkreises, dessen Vorsitzender Heinz-Walter Knackmuß von Beginn an ist, als er auf einer Reise nach Süddeutschland auf sein neues „Hobby“ stieß. Im Radio hörte er etwas über eine Krippenausstellung in Regensburg. Das brachte ihn auf den Gedanken, selbst so etwas zu beginnen. Sein Grund war klar: Krippenausstellungen in der Kirche könnten dazu beitragen, mehr Menschen in sein geliebtes Gotteshaus zu locken.

Weite Reise aus Nepal

Schon ein Jahr später hat es die erste Krippenausstellung in der Rathenower Kirche gegeben. Von vielen Reisen hat Heinz-Walter Knackmuß seitdem weitere Krippen mitgebracht. Den weitesten Weg hat dabei bislang eine Krippe aus Nepal zurück gelegt. Bald hatten Freunde, Bekannte und sonstige Interessierte begonnen, ihm weitere Weihnachtskrippen zu schenken oder zu bauen.

„Ich will keine mehr haben!“, ruft er aus und teilt mit, dass er zu Hause keinen Platz mehr dafür findet, aber doch noch immer hin und wieder Krippen geschenkt bekommt. Es seien vor allem Miniaturkrippen, die ihm in der letzten Zeit übereignet worden sind. Eine sei in eine Walnussschale eingebaut worden.

Spülmaschinenfest

Besonders am Herzen liegt dem Förderkreisvorsitzenden bis heute allerdings eine kleine runde Krippe, die er vor Jahren aus Böhmenmitgebracht hat. Man könne sie in einer Spülmaschine waschen, hebt er anerkennend hervor. Seine berufliche Vergangenheit als Hygienearzt wirkt eben immer noch nach.

Die Ausstellung ist geöffnet Montag bis Freitag von 10 bis 16 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 14 bis 15 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Von Bernd Geske

Märkische Allgemeine Zeitung, 17.11.2020
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